Aoyama Technical College

Das Aoyama Technical College sieht aus wie ein abgestürzter Transformer, der sich gerade auf einem Hausdach regeneriert, um gleich wieder abzuheben. Diese Manga-Architektur ist selbst in einer Stadt wie Tokyo außergewöhnlich. Der Architekt Makoto Sei Watanabe errichtete das Bauwerk 1990 für eine Designschule. So wie sich Tokyo aus unzähligen, individuellen Bauwerken zusammensetzt, so bilden hier die Einzelteile ein gemeinsames Gebäude. Jede Funktion ist ein selbstständiges Teil, welches sich additiv mit den andern Teilen zu einer gemeinsamen Einheit organisiert. Von Makoto Sei Watanabe ist auch das K Museum in Tokyo.

Das Aoyama Technical College befindet sich rund 500 m südlich von der U-Bahnstation Shibuya.

 

7-9 Uguisudanicho, Shibuya, Tokyo

 

Shibuya Subwaystation

Kein geringerer als Tadao Ando hat die U-Bahnstation in Shibuya entworfen. Die Shibuya Subwaystation ist ein Umsteigebahnhof, der zwei verschiedene U-Bahnnetzte verbindet. Das Ei-förmige Konzept zieht sich durch alle Geschosse und ist nach oben offen. Die Ei-Form durchschneidet die Ebenen und ist aus glasfaserverstärkten Betonteilen, die sich teilweise gegenseitig überlappen. Die Station von Ando wirkt wie ein unterirdisches Raumschiff. Das wirklich  innovative an seinem Konzept, ist aber der Verzicht auf eine Klimaanlage. Die einfahrenden Züge pressen die Luft nach oben aus der Station und kühle Luft strömt aus dem Tunnel nach. Die futuristische Shibuya Station wurde 2008 eröffnet.

Weitere Gebäude von Tadao Ando:

Naoshima   Vitra Basel

 

Shibuya Subwaystation

 

Prada Epicenter Aoyama

Der Prada Store von Herzog & de Meuron in Aoyama wurde 2003 eröffnet. Die harte, kristalline Form wird durch die Glas-Bubbles der Fassade wieder entschärft. Die Konstruktion ist wie ein Netz aus Rauten über das Gebäude geworfen, dadurch entsteht ein leichter offener Raum mit vielen Ein- und Ausblicken. Das Gebäude wird von einem schmalen Kern und horizontalen Röhren getragen. Der Prada Store steht frei wie eine Skulptur auf dem Grundstück, das alleine ist in Tokyo schon Luxus pur. Im Inneren windet sich der helle, weiße Verkaufsraum spiralförmig nach oben. Licht- und Klangräume inszenieren ein unvergleichliches Shoppingvergnügen.

 

Minami-Aoyama, Minato-ku

www.prada.com

 

Omotesando Hills

Omotesando Hills ist ein luxus Einkaufszentrum von Tadao Ando an der berühmten Einkaufsstraße Omotesando Allee. Das Projekt ist recht ungewöhnlich, weil Tadao Ando hier ein historischen Wohnhaus aus den 1920er Jahren integrieren musste. Der größte Teil der Wohngebäude wurde abgerissen, nur ein Haus der im Bauhausstil errichteten Siedlung, blieb erhalten. Auf dem zur Straße hin zweigeschossigen Einkaufszentrum wurden noch 2 Wohngeschosse gesetzt. Das zentrale Atrium des Einkaufszentrums hat jedoch 5 Stockwerke und befindet sich zum größten Teil unter der Erde. Wenn man das Gebäude Richtung Süd-Ost verlässt, fährt man mit einer Rolltreppe (Foto) wieder nach oben. Hier findet man die typischen Sichtbetonwände von Tadao Ando, der Rest des Gebäudes hat eine unspektakuläre Glasfassade. Omotesando Hills wurde 2005 eröffnet.

 

4 Chome-12-10 Jingumae, Shibuya City, Tokyo

 

Miu Miu

Die Modeboutique Miu Miu steht schräg gegenüber vom Prada Epicenter in Aoyama. Beide Gebäude wurden von den schweizer Architekten Herzog & de Meuron entworfen und beide gehören zu Prada. Aber anders als das gläserne Epicenter, ist das Miu Miu relativ geschlossen. Bis auf das Erdgeschoss ist das ganze Haus mit Metall verkleidet. Die Außenhaut besteht aus silber glänzendem Metall, während die Innenseite mit profiliertem Kupfer vekleidet wurde. Die Metallfassade steht schräg vor dem Baukörper und lässt einen Spalt des Himmels erblicken. Das Miu Miu wurde 2015 eröffnet.

Weitere Gebäude von Herzog & de Meuron:

Allianz Arena   Fünf Höfe   Elbphilharmonie   Leonard St New York   Olympia Stadion Peking   Museu Blau   De Young Museum   Messehalle 1 Basel   Tate Modern London

 

3 Chome-17-8 Minamiaoyama, Minato City, Tokyo

 

Tod's Omotesando

Das italienische Luxus Schuhgeschäft wurde 2004 von Toyo Ito errichtet. Ito hat ein Netzwerk aus sich überschneidenden Sichtbeton-Bändern über das Gebäude geworfen, die offenen Flächen sind komplett verglast. Wie bei vielen Gebäuden von Toyo Ito, kommt die Architektur nachts besonders gut zur Geltung, wenn der Innenraum hell beleuchtet ist.   

 

Omotesando, Shibuya-ku

 

Christian Dior

Das Modegeschäft von Dior wurde 2004 von SANAA Architekten gebaut. Der gradlinige Würfel ist tagsüber eher schlicht, erst nachts sieht man die verschiedenen Höhen der Geschosse und Schichten der Fassade. Das gläserne Bauwerk steht an der Omotesando Avenue. Der Dior Laden liegt zwischen den U-Bahnstationen Omote-Sando und Meiji-jingumae.

Weitere Gebäude von SANAA:

New Museum New York  Designschule in Essen   Hafen von Naoshima

 

Omotesando Ave. Shibuya-ku

 

La Collezione

La Collezione von Tadao Ando ist ein Geschäftsgebäude mit Wohnungen, welches 1989 errichtet wurde. Das Gebäude wurde aus einem Kreis, einem Quadrat und zwei Rechtecken zusammengesetzt. Die Gebäudehülle besteht aus Sichtbeton und Glas. Die einzelnen Kuben überschneiden sich und bilden zusammen mit Gängen und Treppen, eine abwechslungsreiches Geflecht aus dreidimensionalen Beton- und Glasflächen. Da eine großer Teil des Gebäudes unter der Erde liegt, sorgen Lichtschächte für die Belichtung dieser Räume, in denen sich ein Fitnessclub befindet. La Collezione zeigt den für Ando typischen Sichtbeton, mit den exakt geplanten Schalungslöchern.

Wie kommt man hin?

Metrostation Omote-Sando, dann ca. 500 m in Richtung Nezu Museum.

 

6-chōme-1-3 Minamiaoyama

 

Ice Cubes

Der japanische Architekt Jun Mitsui realisierte dieses schmale Gebäude 2008 für einen Investor aus Hong Kong. Das Konzept der "Ice Cubes", weiße, leicht wirkende Glaskuben, die ineinander verschachtelt sind, überzeugte das schwedische Modelabel H+M das Gebäude zu mieten. Die Glaselemente der Fassade wurden mit einer speziellen Keramik beschichtet, die das Glas weiß schimmern lässt. Das Gebäude wirkt dadurch leicht und schlank.

 

H+M, Haraju-ku

 

Anzeigen

Ruriko-in

Der buddhistische Ruriko-in Byakurenge-do Tempel liegt versteckt in einer Seitenstraße in der Nähe des Bahnhofs Shinjuku. Der Architekt Kiyoshi Sey Takeyama von Amporphe architects hat den Tempel vertikal um ein Atrium organisiert. Traditionell sind buddhistische Tempelanlagen horizontal angelegt, mit Gärten zwischen den einzelnen Gebäuden. Der Tempelbezirk ist durch eine Mauer vom Rest der Stadt abgeschirmt. 

Der Ruriko-in steht auf einem kleinen Sockel und weitet sich nach oben wie ein Kelch, dadurch wird der Kontakt zur Außenwelt auf ein Minimum reduziert. Die Sichtbetonschale schirmt den Tempel von der Umbegung ab und ist nur an wenigen Stellen durch Einschnitte geöffnet. Wie bei der buddhistischen Meditation konzentriert sich das Gebäude auf das Innere. Der Ruriko-in Byakurenge-do wurde 2014 eröffnet.

 

2 Chome-4-3 Yoyogi, Shibuya

www.amorphe.jp

 

Metropolitan Building

Das Tokyo Metropolitan Government Building ist das Rathaus von Tokyo, hier befindet sich die Verwaltung der Prefektur Tokyo. Das Hochhaus steht im Büroviertel Nishi Shinjuku und erinnert mit seinen zwei Türmen, die aus einer gemeinsamen Basis wachsen, an eine mittelalterliche Kathedrale. Das Gebäude von Kenzo Tange ist ein postmodernes Bauwerk mit grauer Granitfassade. Der Doppelturm ist 243 m hoch und hat 48 Etagen. Das Tokyo Metropolitan Government Building besteht noch aus einem Platz mit dem Sitzungssaal gegenüber. Der Saal und das Hochhaus sind mit Gängen verbunden, die den Platz begrenzen. Dadurch entsteht ein großer leerer Platz mit einheitlicher Fassade. Allerdings wird der Platz von einer breiten Straße durchschnitten und es gibt weder Bäume noch Cafes noch sonst etwas, das zum verweilen einläd. Das monumentale Bauwerk ist ein Wahrzeichen von Tokyo und wegen der kostenlosen Aussichtsplattform eine beliebte Touristenattraktion.

 

2 Chome-8-1 Nishishinjuku, Shinjuku City, Tokyo

 

New Sky Building No. 3

Das New Sky Building No. 3 in Shinjuku ist ein aus Modulen gefertigtes Wohnhochhaus. Die 150 Wohnkapseln sind leicht versetzt, entlang eines Mittelflurs angeordnet der von zwei Treppenhäusern erschlossen wird. Das Prinzip ist ähnlich wie beim Capsul Tower von Kurokawa (ebenfalls auf dieser Seite). Das New Sky Building No. 3 wurde jedoch schon 1970 errichtet und gilt daher als dessen Vorgänger. Architekt Yoji Watanabe war überzeugt, dass sich die Architektur am Schiffsbau und der industriellen Massenproduktion orientieren müsse. Wie Container wurden die die Wohneinheiten produziert und übereinander gestapelt. Durch die versetzte Anordnung hat jede Raumkapsel sogar einen Balkon. Der Gebäudekern überragt, wie der Turm eines Schlachtschiffs, das gesamte Bauwerk. Auch die glänzende Metallhaut des Gebäudes erinnert sehr an an Schiff. Der innenliegende Flur mit seinem glänzenden Bodenbelag, könnte auch als Kulisse für ein Raumschiff dienen.

Nächste U-Bahnstation: Higashi-Shinjuku

 

1 Chome-1-10 Okubo, Shinjuku City, Tokyo

 

Yasuyo Building

Das Yasuyo Building steht an der Ostseite des Bahnhofs von Shinjuku. Es sieht aus wie acht übereinander gestapelte Achtecke. Vertikale Lamellen stehen vor der dahinter verborgenen Glasfassade, nur das obeste Stockwerk kommt ohne Lamellen aus. Das Geschäftshaus in dem sich ein berühmtes Restaurant befindet wurde von Nobumichi Akashi entworfen und 1969 eröffnet. Nachts kommt die dreidimensionale Fassade besonders gut zur Geltung.

 

3 Chome-37-11 Shinjuku, Shinjuku City, Tokyo

 

Mode Gakuen Cocoon Tower

Das 204 m hohe Hochhaus in Nishi-Shinjuku ist nicht nur durch seine Aussehen besonders, im Inneren befinden sich keine Büros, sondern ausschließlich Bildungseinrichtungen. Die an ein Kokon erinnernde Fassadengestaltung deutet auf die Nutzung als Modeschule hin. Neben dem Hochhaus befindet sich der eiförmige Hörsaal für 1.000 Studenten. Der Entwurf des "Cocoon-Towers" stammt von Paul Noritaka Tange, dem Sohn des 2005 verstorbenen Kenzo Tange. Eröffnet wurde die Berufsschule für Mode, Informatik, Design und Krankenpflege 2008. 

 

Cocoon Tower, Shinjuku

 

Anzeigen

Tokyo International Forum

Japan lobte einen internationalen Architekten-Wettbewerb aus, an dem sich 395 Architekturbüros beteiligten. Den 1 Platzt belegte Rafael Viñoly, ein New Yorker Architekt aus Uruguay. Ziel der Auslobung war es, ein Internationales Forum für Kunst und Kultur zu schaffen, mit einer Nutzfläche von 144.000 qm. Rafael Viñoly entwarf rechtwinklige Baukörper und eine ovale Glashalle die die anderen Gebäude verbindet. Die riesige Glashalle ist 210 m lang und 57,5 m hoch, ihre Form folgt den Bahngleisen im Osten des Grundstücks. Das Tokyo International Forum dient auch als Konferenzzentrum. Vom gläsernen Forum werden die 4 quadratischen Gebäude erschlossen, die von Süden nach Norden immer größer werden. Entlang der Straße haben sie eine einheitliche Fassade, zur Glashalle hingegen sind die einzelnen Baukörper gut zu erkennen. Auf dieser Seite befindet sich auch eine Fußgänger-Passage, die das Gelände erschließt. Das Dach der großen Halle wird von weißen Fischbauchträgern aus Stahl gehalten. Brücken überspannen die Halle an mehreren Stellen. Das Tokyo International Forum wurde 1996 fertiggestellt.

Weitere Gebäude von Rafael Viñoly:

20 Fenchurch St. London   432 Park Avenue NYC

 

3-5-1 Marunouchi, Chiyoda-ku

 

Mikimoto Ginza 2

Kokichi Mikimoto war der erste, dem es gelang perfekte Zuchtperlen herzustellen. 1899 eröffnete er seinen ersten Laden in Ginza. 2005 wurde an gleicher Stelle das Geschäft Ginza 2 von Toyo Ito errichtet. Das stützenfreie Gebäude wird alleine von der Fassade getragen, die aus Stahlkästen besteht, die mit Beton gefüllt wurden. Die Schaltafeln aus Stahl wurden verschweißt und vor Ort ausgegossen. In der weiß gestrichenen Stahlfassade befinden sich unregelmäßig verteilte, abgerundete Öffnungen. Auf der kleinen Grundfläche von gerade einmal 17 x 14 m reckt sich das 9-geschossige, 56 m hohe Bauwerk in die Höhe. Die abgerundeten Fensteröffnungen sollen an aufsteigende Luftblasen erinnern die beim Perlentauchen entstehen.

 

Maronie/Namiki, Ginza-ku

 

Shizuoka Pressezentrum

Shizuoka ist eine japanische Provinz südlich des Fujiyama. Für ihre Pressevertreter in der japanischen Hauptstadt wurde dieses Medienzentrum 1968 errichtet. Das Bürohaus steht auf einem winzigen Grundstück an der Stadtautobahn in Ginza. Der berühmte Architekt Kenzo Tange hat einen runden Erschließungsturm entworfen, an dem einzelne Büroräume angedockt sind. Der 57 m hohe Medienturm ist mit dunklem Aluminium verkleidet.

Nächste Metrostation: Shinbashi Station

 

8 Chome-3-7 Ginza, Chuo City, Tokyo

 

Maison Hermès

Der Ginza Flagshipstore der französischen Luxusmarke Hermès wurde von Renzo Piano entworfen und 2001 eröffnet. Das Maison Hermès steht auf einem sehr schmalen Grundstück und hat eine Fassade, die komplett aus Glasbausteinen besteht. Die quadratischen Glassteine haben an der Außenseite eine metallisierte Umrandung und glänzen dadurch elegant in der Sonne. An den Ecken wurden kleinere Glasbausteine verwendet, um die Rundung herzustellen. Die Glasbausteine hat die tschechische Firma Vitrablok (Seves Glass Block) produziert. Tagsüber spiegelt das Metall auf den Glassteinen in der Farbe des Himmels, nachts strahlt das Gebäude von Innen und leuchtet wie eine Laterne.

In dem 15 stöckigen Gebäude befindet sich neben dem Flagshipstore auch die Japanzentrale von Hermès mit Büroetagen und Werkstätten.

Weitere Gebäude von Renzo Piano:

Centre Pompidou   California Academy of Sciences   The Shard   Fundation Beyerle   Art Institute of Chicago   New York Times Building

 

5 Chome-4-1 Ginza, Chuo City, Tokyo

www.sevesglassblock.com

 

NOA Building

Das NOA Building von 1974 kombiniert zwei gegensätzliche Materialien zu einem skulpturalen Gebäude. Aus einem roten Backsteinsockel erhebt sich ein ovaler Turm aus dunkler Bronze. Seiichi Shirai hat Geschichte und Philosophie in Berlin studiert, Architektur hat er sich selbst angeeignet. Seine Gebäude stehen oft im Widerspruch zur allgemeinen Architektenlehre.

 

3 Azabudai, 2-chome, Minato-ku

 

Capsule Tower

Kisho Kurokawa schuf 1972 den 54 m hohen Nakagin Capsule Tower. In zwei Portstrukturen mit Aufzügen und Treppen wurden die 144 Kapselwohnungen eingesteckt. Das Prinzip der Plug-in City. Die Bewohner sollten ihre Kapsel zu jedem anderen Ort mitnehmen können und dort wieder an eine Port-Struktur andocken. Der Kapselturm von Kurokawa ist das bekannteste Bauwerk der Metabolisten. Der Metabolismus war eine japanische Architekturbewegung, die organische Strukturen entwarfen, die sich ständig neuen Einflüssen anpassen können. Der Capsule Tower war wie ein Baum mit einem Stamm und die Kapseln konnten wie Blätter ausgetauscht werden. Metabolismus bedeutet Stoffwechsel. Es wurde jedoch nie eine Kapsel ausgetauscht. Die 4 x 2,5 m großen Kapseln wurden später in den Kapsel Hotels in Japan weiterentwickelt. Das Gebäude ist marode und wird wohl trotz seiner Bedeutung für die Architekturgeschichte abgerissen. In Europa baute Kurokawa das Van Gogh Museum in Amsterdam. Kisho Kurokawa starb 2007 in Tokyo.

 

16-10, Ginza 8-chome, Chuo-ku

 

National Museum of Western Art

Das National Museum of Western Art im Ueno Park wurde 1959 eröffnet. Architekt war Le Corbusier, der zusammen mit japanischen Praktikanten das Museum entwarf. Das moderne Gebäude aus Sichtbeton und zart grünen Waschbetonplatten, versteckt seine wahre Schönheit im Innenraum. Man betritt das Gebäude durch die Pilotis (Stützen, die einen offenen Raum unter dem Gebäude ermöglichen) und gelangt so zum Eingangsbereich. Das Herzstück des Museums ist die Nineteenth Century Hall, eine Halle die sich über alle Stockwerke erstreckt. Von hier erschließen Rampen und Treppen die umliegenden Ausstellungsflächen. Hohe Betonstützen und ein großes, dreieckiges Oberlicht prägen die große Halle in der Mitte des Museums. Die Ausstellungsflächen sind nach dem Prinzip Museum of Unlimited Growth offen gestaltet und die Wände können jederzeit verändert werden. Balkonen öffen sich zur zentralen Halle und ermöglichen Ausblicke und eine gute orientierung im Gebäude. Details und Proportionen wurden nach Le Corbusiers Modulor entworfen. Das National Museum of Western Art von Le Corbusier gehören zum UNESCO Welterbe.

Weitere Gebäude von Le Corbusier:

Villa Savoye   Weissenhof Museum   UN Hauptquartier   Unité d'habitation   Corbusier Haus   Centre Le Corbusier   Cité Frugès​​​​​​​

 

7-7 Ueno-koen, Taito-ku

 

Asakusa Tourist Information

Die Asakusa Tourist Information befindet sich genau gegenüber des Kaminari-mon des Senso-ji Tempels, einer der berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Tokyo. Das Gebäude der Touristeninformation wurde von Kengo Kuma entworfen und 2012 eröffnet. Das achtgeschossige Gebäude besteht aus 6 Baukörpern, die unterschiedlich hoch und breit sind. Der etwas konfus wirkende Häuserstapel hat eine Glasfassade, die von vertikalen Holzlamellen verschattet wird. Im Gebäude befinden sich neben der Asakusa Tourist Information noch Ausstellungsräume, ein Konferenzraum und eine Aussichtsplattform.

Weitere Gebäude von Kengo Kuma:

Sanlitun Village Beijing   Kabuki Theater Tokyo

 

4F, 2 Chome-18-9 Kaminarimon, Taito City, Tokyo

 

Asahi Super Dry Hall

Das markante Bauensemble der Asahi Brauerei wurde 1989 vom französischen Designer Philippe Starck entworfen. Das höhere Gebäude dient als Verwaltung der Brauerei und soll an ein Bierglas mit Schaumkrone erinnern. Das schwarze Haus mit der Flamme d'Or soll das brennende Herz von Asahi darstellen. Die 360 Tonnen schwere "goldene Flamme" wurde von einer Schiffbaufirma hergestellt. Die Flamme d'Or kehrt im Innenraum als Türgriff wieder auf. Der viergeschossige, schwarze Sockel, ist mit Granitplatten verkleidet und hat eine geschwungene Form, die sich nach oben hin aufweitet. Man betritt die Asahi Super Dry Hall über Stufen aus Glasbausteinen, die nachts beleuchtet werden. Die Asahi Super Dry Hall ist öffentlich zugänglich, im Restaurant Flamme d'Or kann man das surreale Design von Philippe Starck aus nächster Nähe auf sich wirken lassen. Die Asahi Brauerei steht direkt am Sumida Fluss, am anderen Ufer befindet sich der berühmte Asakusa-Kannon Tempel.

 

Asahi, Sumida-ku

https://flammedor.owst.jp

 

Tower of Winds

Der Turm der Winde aus dem Jahr 1986 von Toyo Ito, ist ein 21 m hoher Turm aus Lochblech, der tagsüber unscheinbar vor dem Bahnhof von Yokohama steht. Nachts beginnt er sich in ein leuchtendes Kunstwerk zu verwandeln, das auf Wind und Geräusche aus der Umgebung reagiert. Der berühmte Vorgänger war der "Turm der Winde" in Athen.

 

Yokohama-Station

 

Tokyo Skytree

Der Tokyo Skytree ist mit 634 m das höchste Bauwerk Japans und nach dem Burj Khalifa (830m) das zweithöchste Gebäude der Welt. Wegen der vielen Erdbeben in Japan besteht die tragende Struktur aus zwei Teilen, dem äußeren Stahlfachwerk und einem inneren Betonkern. Beide Teile sind durch Öldämpfer verbunden, um Schwingungen durch ein Erdbeben auszugleichen. Der gewaltige Turm wurde auf einem stillgelegten Bahngelände errichtet. Neben dem Skytree wurde ein Bürohochhaus und ein riesiges Einkaufszentrum errichtet. Der Skytree wurde vom Architekturbüro Nikken Sekkei entworfen und 2012 eröffnet. Mit seinen beiden Aussichtsplattformen ist der Turm eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Tokyo.

 

1 Chome-1-2 Oshiage, Sumida City, Tokyo

 

Karte Architektur in Tokyo

Anzeigen