Shibuya Subwaystation

Kein geringerer als Tadao Ando hat die U-Bahnstation in Shibuya entworfen. Das Ei-förmige Konzept zieht sich durch alle Geschosse und ist nach oben offen. Die einfahrenden Züge pressen die Luft nach oben aus der Station und kühle Luft strömt nach. Die futuristische Station wurde 2008 eröffnet.

Weitere Gebäude von Tadao Ando:

Naoshima

Mikimoto Ginza 2

Kokichi Mikimoto war der erste, dem es gelang perfekte Zuchtperlen herzustellen. 1899 eröffnete er seinen ersten Laden in Ginza. 2005 wurde an gleicher Stelle das Geschäft Ginza 2 von Toyo Ito errichtet. Das stützenfreie Gebäude wird alleine von der Fassade getragen, die aus Stahlkästen besteht, die mit Beton gefüllt wurden. Die Schaltafeln aus Stahl wurden verschweißt und vor Ort ausgegossen. In der weiß gestrichenen Stahlfassade befinden sich unregelmäßig verteilte, abgerundete Öffnungen. Auf der kleinen Grundfläche von gerade einmal 17 x 14 m reckt sich das 9-geschossige, 56 m hohe Bauwerk in die Höhe. Die abgerundeten Fensteröffnungen sollen an aufsteigende Luftblasen erinnern die beim Perlentauchen entstehen.

Mode Gakuen Cocoon Tower

Das 204 m hohe Hochhaus in Nishi-Shinjuku ist nicht nur durch seine Aussehen besonders, im Inneren befinden sich keine Büros, sondern ausschließlich Bildungseinrichtungen. Die an ein Kokon erinnernde Fassadengestaltung deutet auf die Nutzung als Modeschule hin. Neben dem Turm befindet sich der eiförmige Hörsaal für 1.000 Studenten. Der Entwurf des "Cocoon-Towers" stammt von Paul Noritaka Tange, dem Sohn des 2005 verstorbenen Kenzo Tange. Eröffnet wurde die Berufsschule für Mode, Informatik, Design und Krankenpflege 2008. 

Dior Ginza

2004 baute Kumiko Inui ein sehr elegantes Gebäude für das Modehaus von Christian Dior. Die Fassade aus zwei Schichten perforierter Aluminium-Bleche hat ein dezentes Muster, das an Thonet Stühle oder feine Stoffe erinnert. Der Zwischenraum wird dezent beleuchtet. Im bunt blinkenden Ginza, fällt dieses ruhige Gebäude mehr auf als jede Leuchtreklame. Auf der Fassade steht nur Dior, sonst schimmert das Bauwerk der japanischen Architektin in einem zarten hellgrau.

Ice Cubes

Der japanische Architekt Jun Mitsui realisierte dieses schmale Gebäude 2008 für einen Investor aus Hong Kong. Das Konzept der "Ice Cubes", weiße, leicht wirkende Glaskuben, die ineinander verschachtelt sind, überzeugte das schwedische Modelabel H+M das Gebäude zu mieten. Die Glaselemente der Fassade wurden mit einer speziellen Keramik beschichtet, die das Glas weiß schimmern lässt. Das Gebäude wirkt dadurch leicht und schlank.

Christian Dior

Das Modegeschäft von Dior wurde 2004 von SANAA Architekten gebaut. Der gradlinige Würfel ist tagsüber eher schlicht, erst nachts sieht man die verschiedenen Höhen der Geschosse und Schichten der Fassade. SANAA haben auch das New Museum in New York entworfen und die Designschule in Essen.

Tod's Omotesando

Das italienische Luxus Schuhgeschäft wurde 2004 von Toyo Ito errichtet. Ito hat ein Netzwerk aus sich überschneidenden Sichtbeton-Bändern über das Gebäude geworfen, die offenen Flächen sind komplett verglast. Wie bei vielen Gebäuden von Toyo Ito, kommt die Architektur nachts besonders gut zur Geltung, wenn der Innenraum hell beleuchtet ist.   

Prada Epicenter Aoyama

Der Prada Store von Herzog & de Meuron in Aoyama wurde 2003 eröffnet. Die harte, kristalline Form wird durch die Glas-Bubbles der Fassade wieder entschärft. Die Konstruktion ist wie ein Netz aus Rauten über das Gebäude geworfen, dadurch entsteht ein leichter offener Raum mit vielen Ein- und Ausblicken. Das Gebäude wird von einem schmalen Kern und horizontalen Röhren getragen. Der Prada Store steht frei wie eine Skulptur auf dem Grundstück, das alleine ist in Tokyo schon Luxus pur. Im Inneren windet sich der helle, weiße Verkaufsraum spiralförmig nach oben. Licht- und Klangräume inszenieren ein unvergleichliches Shoppingvergnügen.

Tokyo International Forum

Japan lobte einen internationalen Architekten-Wettbewerb aus, an dem sich 395 Architekturbüros beteiligten. Den 1 Platzt belegte Rafael Viñoly, ein New Yorker Architekt aus Uruguay. Ziel der Auslobung war es, ein Internationales Forum für Kunst und Kultur zu schaffen, mit einer Nutzfläche von 144.000 qm. Rafael Viñoly entwarf rechtwinklige Baukörper und eine ovale Glashalle die die anderen Gebäude verbindet. Die riesige Glashalle ist 210 m lang und 57,5 m hoch. Das Tokyo International Forum dient auch als Konferenzzentrum. Vom gläsernen Forum werden die 4 quadratischen Gebäude erschlossen, die von Süden nach Norden immer größer werden. Entlang der Straße haben sie eine einheitliche Fassade, zur Glashalle hingegen sind die einzelnen Baukörper gut zu erkennen. Auf dieser Seite befindet sich auch eine Fußgänger-Passage, die das Gelände erschließt. Das Dach der großen Halle wird von weißen Fischbauchträgern aus Stahl gehalten. Brücken überspannen die Halle an mehreren Stellen. Das Tokyo International Forum wurde 1996 fertiggestellt.

Asahi Super Dry Hall

Das markante Bauensemble der Asahi Brauerei wurde 1989 vom französischen Designer Philippe Starck entworfen. Das höhere Gebäude dient als Verwaltung der Brauerei und soll an ein Bierglas mit Schaumkrone erinnern. Das schwarze Haus mit der Flamme d'Or soll das brennende Herz von Asahi darstellen.

Tower of Winds

Der Turm der Winde aus dem Jahr 1986 von Toyo Ito, ist ein 21 m hoher Turm aus Lochblech, der tagsüber unscheinbar vor dem Bahnhof von Yokohama steht. Nachts beginnt er sich in ein leuchtendes Kunstwerk zu verwandeln, das auf Wind und Geräusche aus der Umgebung reagiert. Der berühmte Vorgänger war der "Turm der Winde" in Athen.

NOA Building

Das NOA Building von 1974 kombiniert zwei gegensätzliche Materialien zu einem skulpturalen Gebäude. Aus einem roten Backsteinsockel erhebt sich ein ovaler Turm aus dunkler Bronze. Seiichi Shirai hat Geschichte und Philosophie in Berlin studiert, Architektur hat er sich selbst angeeignet. Seine Gebäude stehen oft im Widerspruch zur allgemeinen Architektenlehre.

Capsule Tower

Kisho Kurokawa schuf 1972 den 54 m hohen Nakagin Capsule Tower. In zwei Portstrukturen mit Aufzügen und Treppen wurden die 144 Kapselwohnungen eingesteckt. Das Prinzip der Plug-in City. Die Bewohner sollten ihre Kapsel zu jedem anderen Ort mitnehmen können und dort wieder an eine Port-Struktur andocken. Der Kapselturm von Kurokawa ist das bekannteste Bauwerk der Metabolisten. Der Metabolismus war eine japanische Architekturbewegung, die organische Strukturen entwarfen, die sich ständig neuen Einflüssen anpassen können. Der Capsule Tower war wie ein Baum mit einem Stamm und die Kapseln konnten wie Blätter ausgetauscht werden. Metabolismus bedeutet Stoffwechsel. Es wurde jedoch nie eine Kapsel ausgetauscht. Die 4 x 2,5 m großen Kapseln wurden später in den Kapsel Hotels in Japan weiterentwickelt. Das Gebäude ist marode und wird wohl trotz seiner Bedeutung für die Architekturgeschichte abgerissen. In Europa baute Kurokawa das Van Gogh Museum in Amsterdam. Kisho Kurokawa starb 2007 in Tokyo.

National Museum of Western Art

Das NMWA im Ueno Park wurde 1959 eröffnet. Architekt war Le Corbusier, der zusammen mit japanischen Praktikanten das Museum entwarf. Das moderne Gebäude aus Sichtbeton, hat sehr schön proportionierte Innenräume. Die Gebäude von Le Corbusier gehören zum UNESCO Welterbe.  

 

7-7 Ueno-koen, Taito-ku

 

Karte Architektur in Tokyo

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