Friedenspark Nagasaki

Am 9.8.1945 explodiert über Nagasaki die zweite Atombombe der Amerikaner. 75.000 Menschen starben sofort weitere 100.000 starben an den Spätfolgen der Verstrahlung. Der Friedenspark "Heiwa-Koen" wurde 1955 an dem Ort errichtet über dem die Atombombe gezündet wurde. Die blaue Friedensstatue von Seibo Kitamura zeigt mit einem Arm in den Himmel, von wo die Bombe kam und mit dem anderen Arm in die Horizontale, als Symbol für Frieden. Seine Augen sind geschlossen, um den Toten zu gedenken. Vor der Statue wird jedes Jahr am 9. August die Friedensdeklaration des Bürgermeisters von Nagasaki verlesen. Neben dem Friedenspark befindet sich das Atombombenmuseum, die Nationale Gedenkstätte für Atombombenopfer und die Friedenshalle. Im Gedenkpark befindet sich das Hypocenter Monument, eine schwarze Stele, die den Ort der Atomexplosion markiert.

Daiko-ji

An der Westseite des Kazagashira Bergs befinden sich viele buddhistische Tempelanlagen. Wenn man vom Sofuku-ji zum Kofuku-ji läuft kommt man am Daiko-ji, Daion-ji, Chosho-ji, Iozen Enmei und anderen kleineren Tempeln vorbei. Hinter dem Kofu-ji kommen noch weitere Tempel bis man den kleinen Fluss erreicht. Man kann auch den steilen Treppen auf den Berg folgen, dann entdeckt man die schönsten Gassen von Nagasaki.

Sofuku-ji

Der Tempel Sofuku-ji wurde 1629 von chinesischen Immigranten aus Fujian errichtet. Wie der Fukusai-ji gehört auch der Sofuku-ji der Obaku Schule des Zen Buddhismus an. Er gehört zu den "Drei Glücks-Tempeln" in Nagasaki, die alle das Schriftzeichen FU (Glück) im Namen tragen. Der Sofuku-ji ist im Stil der späteren Ming-Dynastie errichtet und das älteste Gebäude von Nagasaki. Das Tor "Daiippo-mon" (Tor des ersten Gipfels) wurde in Ningbo (China) hergestellt und dann in Nagasaki zusammengesetzt. Das Daiippo-mon wurde zum Nationalschatz von Japan erhoben. Das Eingangstor (Foto) mit dem abgerundeten Sockel, ist dem legendären Tor zum Unterwasserparadies nachempfunden. Der Sofuku-ji ist der berühmteste chinesische Tempel in Japan und zu zu den Tempelfesten kommen Chinesen aus ganz Japan hier her. Der Sofuku-ji ist die bedeutendste Sehenswürdigkeit von Nagasaki.

Brillenbrücke Megane Bashi

Die Brillenbrücke "Megane Bashi" ist das Wahrzeichen von Nagasaki. Die zwei Bögen sehen aus wie eine Brille, wenn sie sich im Nakashima Fluss spiegeln. Die Brücke wurde vom chinesischen Zen-Priester Mozi im Jahr 1634 errichtet. Damit ist die Brillenbrücke die älteste Steinbrücke Japans. Die Brücke verbindet den Hügel an dem die chinesischen Tempel Sofuku-ji und Kofuku-ji errichtet wurden mit der Innenstadt von Nagasaki. Die Megane Bashi ist eines der beliebtesten Fotomotive japanischer Touristen in Nagasaki.

Fukusai-ji

Der Fukusai-ji Tempel in Nagasaki wurde 1628 von chinesischen Einwanderern gegründet. In dieser Zeit entstanden die "Drei Glücks Tempel" von Nagasaki. Die 3 Glückstempel sind Kofuku-ji, Sofuku-ji und Fukusai-ji. Sie tragen jeweils das chinesische Zeichen Fu (Glück) im Namen. Der Fukusai-ji war der erste Tempel der Obaku Linie des Zen Buddhismus in Japan. Sein erster Meister war Yinyuan Longqi (jap. Ingen Ryuki) ein Schüler der Linji Chan Lehre der 1658 aus China nach Nagasaki kam. Später ging er nach Kyoto, wo er den heutigen Haupttempel der Obaku Schule den Manpuku-ji Tempel in Uji gründete. Der Fukusai-ji Tempel wurde durch die Atombombe 1945 zerstört. Der Tempel wurde nach dem Krieg neu aufgebaut, die Halle entstand als riesige Schildkröte auf der eine 18 m hohe Kannon-Statue steht, um dessen Füße sich Kinder scharen. Die Schildkröte ist ein Symbol für langes Leben, sie birgt die Geheimnisse des Himmels und der Erde. Kannon ist der buddhistische Bodhisattva des Mitgefühls. Im Inneren des Tempels schwingt ein foukaultsches Pendel das an die 16.500 Kinder erinnert, die durch die Atombombe getötet wurden.

Nagasaki Hafen

Nagasaki verdankt seinem Hafen den Aufstieg zur Handlesmetropole. Die große windgeschützte Bucht wurde für den Handel mit den Portugiesen ab 1571 ausgebaut. Später folgten die Holländer und die Chinesen. Der Fernhandel machte Nagasaki zu einer der bedeutendsten Hafenstädte Japans. Heute gibt es kleine Werften, einen Terminal für Kreuzfahrtschiffe, einen Hafen für Kriegsschiffe und kleine Anleger für Fähren.

Dejima

Dejima war eine europäische Siedlung auf einer künstlichen Insel im Hafen von Nagasaki. Ursprünglich wurden hier die portugiesischen Händler untergebracht, die ab 1543 Handel mit Japan betrieben. Aufgrund ihrer aggressiven Missionierung wurden die Portugiesen 1639 aus Japan verbannt. Die Holländer übernahmen ihren Platz und durften 1641 auf Dejima eine Handelskolonie errichten. Die Verenigde Oostindische Compagnie kurz VOC betrieb den Stützpunkt auf der fächerförmigen Insel die durch eine Brücke mit dem Festland verbunden war. Da sich Japan ab 1635 unter der Tokugawa Herrschaft abschottete, blieb Nagasaki das einzige Tor zur Welt. Erst 1853 wurde die Isolationspolitik Japans durch amerikanische Kriegsschiffe beendet. Heute ist Dejima ein Freilichtmuseum mit rekonstruierten historischen Bauwerken aus dem 17. Jahrhundert. Die ehemalige Insel wurde durch Aufschüttungen mit dem Festland verbunden, auf dem Modell im Freilichtmuseum (Foto) kann man die ehemalige Lage gut erkennen. In den einzelnen Gebäuden wird die Geschichte der holländischen Kolonie sehr anschaulich dargestellt.

 

Dejima 

Hamano Machi Arcade

Die Hamano Machi Arcade ist eine überdachte Einkaufsstraße im Zentrum von Nagasaki. Es wurden zwei Straßen überdacht die sich in der Mitte Kreuzen. Der längere Teil ist rund 400 m lang, der kürzere rund 280 m. Der Kreuzungspunkt der beiden Passagen ist gleichzeitig der Mittelpunkt von Nagasaki. In der Hamano Machi Arcade gibt es Geschäfte und Restaurants aller Art. Es ist eine ganz normale "Shotengai" (überdachte Einkaufsstraße), wie es sie in vielen japanischen Städten gibt.

Nagasaki Chinatown

Nagasaki liegt ganz im Westen von Japan und damit am nächsten an China. Während der japanischen Isolation war Nagasaki der einzige Hafen den fremde Schiffe anlaufen durften. Dadurch hat sich ab 1630 neben den Holländern auf Dejima auch eine chinesische Enklave gebildet. Die Chinesen konnten sich jedoch etwas freier entfalten und bauten buddhistische Tempel an den grünen Hängen östlich von Chinatown. Nagasaki Chinatown besteht aus einer Einkaufsstraße die von zwei chinesischen Toren begrenzt wird. Chinatown ist recht klein aber es finden sich viele chinesische Bauwerke in der ganzen Stadt. Zu den Sehenswürdigkeiten von Nagasaki zählt auch der Konfuzius Tempel rund 600 m südwestlich von Chinatown. In Chinatown gibt es viele Läden und Restaurants, die durch eine übertrieben kitschige Fassadengestaltung auffallen.

Glover Garden

Der Glover Garden ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Nagasaki. Der Kaufmann und Unternehmer Thomas Blake Glover errichtete sein Domizil auf einem Hügel über dem Hafen von Nagasaki (Bildmitte oben). Das Glover Haus aus dem Jahr 1863 ist das älteste noch erhaltene westliche Haus in Japan. Das "Glover House" wurde von einem japanischen Architekten gebaut, der den europäischen Baustil mit japanischer Holzbauweise kombinierte. Das Dach ist japanisch, die Stützen und Fenster dagegen im westlichen Stil entworfen. Der Glover Garden ist auch insgesamt eine Mischung aus Fernost und Europa. Thomas Glover war ein Fan von Puccinis Oper "Madame Butterfly", er ließ eine Statue von Tamaki Miura, der Darstellerin von Cio-Cio-San im Park errichten. Der Glover Garden bietet weitere Bauwerke, wie das Mitsubishi Haus, einen Koi-Teich und wie der Name schon verrät, einen großen Garten mit Blick über die Bucht von Nagasaki.

Karte Nagasaki

Anzeigen

Reiseführer Nagasaki

Willkommen in Nagasaki

Nagasaki ist eine Hafenstadt mit rund 400.000 Einwohnern auf der Insel Kyushu. Nagasaki wurde weltweit bekannt als zweite Stadt auf die eine Atombombe geworfen wurde. Da die Atombombe rund 4 Kilometer nördlich des Stadtzentrums explodierte wurde die Innenstadt nicht komplett zerstört wie in Hiroshima. Nagasaki war aber auch für 200 Jahre die einzige Hafenstadt der Handel mit anderen Ländern gestattet war. Zahlreiche Tempel aus dem 17. Jahrhundert sind bis heute erhalten. 

 

Anzeigen

Anzeigen