Stadtzentrum Fukuoka

Fukuoka ist die Stadt Japans, die am nächsten am asiatischen Festland liegt. Das südkoreanische Busan ist nur 200 Kilometer entfernt. Dadurch sind Ideen und Wissen aus China und Korea meist über Fukuoka nach Japan gelangt. Über Fukuoka kam, Reis, Nudeln und der Zen-Buddhismus ins Land. In der Bucht von Fukuoka versuchten die Mongolen vergeblich anzulanden. Die größte Stadt auf der Insel Kyushu hat daher viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Durch die Lage direkt am Meer hat Fukuoka auch einen sehr hohen Freizeitwert. Dieser Reiseführer zeigt dir die Top Sehenswürdigkeiten von Fukuoka.

Das heutige Fukuoka ist ein Zusammenschluss der beiden Städte Hakata und Fukuoka. Hakata liegt am Ostufer des Naka Flusses und Fukuoka westlich. Im Bezirk Hakata befindet sich der Hauptbahnhof und die Altstadt mit sehenswerten Tempeln.

 

Tenjin Nishi Dori

 

Shofuku-ji

Der Shofuku-ji gilt als ältester zen-buddhistischer Tempel Japans und ist damit die bedeutendste Sehenswürdigkeit von Fukuoka. Der Tempel wurde 1195 vom Mönch Eisai gegründet, der den Zen-Buddhismus und den Tee aus China nach Japan brachte. Der berühmte Zen-Meister Myoan Eisai lehrte hier, später gründete er die Rinzai-Schule. In Kyoto gründete er den Kennin-ji und in Kamakura den Jufuku-ji. Noch heute gehört der Shofuku Tempel der Rinzai-Schule an. Der Name bedeutet "Tempel des erhabenen Glücks".

Die Tempelanlage besteht aus einem offenen Park mit großen Bäumen und mehreren Holzbauwerken. Hier steht auch das Sanmon, das ehemalige Haupttor der Burg von Fukuoka, das 1918 hier aufgestellt wurde. Dahinter befindet sich die große Tempelhalle (Foto). Eine weitere Mauer trennt das Kloster vom öffentlichen Bereich. Hier wird weiterhin Zen-Buddhismus praktiziert.

 

Shofuku-ji, Hakata

 

Joten-Ji

Der Joten-Ji steht ganz in der Nähe des Shofuku-ji. Der Joten Tempel wurde 1241 gegründet, durch die Spende eines reichen chinesischen Händlers wurde der Tempel bereits 1242 fertiggestellt. Der Joten-Ji ist berühmt für seinen Gründer, den Mönch Enni Benen. Er hat in China Tendai-Buddhismus studiert und brachte neben theologischen Grundsätzen auch Udon und Soba Nudeln, sowie die Bohnenpaste Yokan nach Japan. Im Eingangsbereich auf der linken Seite wurden Steinsteelen aufgestellt, die an diese Episode erinnern. Der Tempel selbst ist schön aber nicht spektakulär.

 

Joten-Ji, Hakata Ekimae

 

Tocho-ji

Der Tocho Tempel befindet sich ebenfalls in Hakata, ist jedoch deutlich älter als die Zen-Tempel. Der Tocho-ji wurde von berühmten Mönch Kukai gegründet. Dieser reiste 804 in die chinesische Hauptstadt Changan, um am Qing Long Tempel buddhistische Schriften zu studieren. Nach weniger als 2 Jahren in China kam er zurück nach Fukuoka und gründete 806 den Tocho Tempel. Allerdings nicht an der heutigen Stelle, sondern etwas näher am Meer. Um 1600 brannte der alte Tempel ab und wurde in Hakata neu errichtet. Dieser Tempel wurde im Zweiten Weltkrieg komplett zerstört.

Der heutige Tocho-ji besteht überwiegend aus neuen Gebäuden, die an traditionelle Bauweise erinnern. Die Haupthalle Daibutsu ist eine Betonkonstruktion. Trotzdem ist der Tempel sehenswert, wegen der Gojunoto Pagode (Foto) und der Hexagonhalle mit einer Holzfigur des meditierenden Kukai.

 

Tocho-ji, Hakata

 

Ohori Park

Der Ohori Park war früher ein Teil der äußeren Befestigungsanlagen der Burg von Fukuoka, deren Reste noch östlich des Parks zu finden sind. Die Burg wurde 1607 errichtet und nach der Meiji Restauration verlassen. Der Ohori Park entstand erst 1929 auf die Initiative von Honda Seiroku, der zuvor den Hibiya Park in Tokyo gestaltet hatte. Der Park besteht fast nur aus einem See und schmalen Inseln, die den See in Nord-Südrichtung durchschneiden. Die kleinen Inseln sind mit Brücken verbunden, sodaß man den See komplett überqueren kann. Dieses Gestaltungsprinzip zitiert den Westsee in Hangzhou (China).

Um den See stehen Bäume und man kann den Park auf einem Weg umrunden. Im Hintergrund sieht man Hochhäuser und die grünen Berge der Umgebung. Der Ohori Park ist eine der Top Sehenswürdigkeiten von Fukuoka. Von der U-Bahnstation Ohori Park / Fukuoka Art Museum sind es nur wenige Meter zu Eingang des Parks.

 

Ohori Park

www.ohorikouen.jp/en

 

Tenjin Park

Der Tenjin Central Park liegt genau im Zentrum von Fukuoka. Der Park hat zwei Teile, ein Teil liegt direkt am Naka River, hier steht die Kihinkan Halle und die Fuku-Haku-Deai Brücke verbindet den Park mit Hakata. Der andere Teil des Tenjin Park liegt am Yakuin Shinkawa Fluss. An der Nordseite des Parks steht das Acros Fukuoka. Das Kongresszentrum mit Symphonie und Touristeninformation ist zu dieser Seite bewaldet. Das abgetreppte Gebäude funktioniert wie ein Park. Über Treppen und Wege kann man ganz nach oben steigen und über die Dächer von Fukuoka blicken. Das Acros Fukuoka ist ein gelungenes Beispiel für Grüne-Architektur. Das Gebäude wurde vom New Yorker Architekt Emilio Ambasz entworfen und 1990 errichtet. Am Tenjin Central Park wurden zwei Reihen mit verschiedenen Kirschbäumen gepflanzt, dadurch ist er auch ein beliebter Ort um die Kirschblüten beim Hanami-Fest zu beobachten.

 

Tenjin Park

 

Kawabata Shopping Arcade

Die überdachte Einkaufsstraße Kawabata verläuft parallel zum Hakata River. Sie beginnt im Südosten am Kushida Schrein und endet im Nordwesten an der Meiji-Dori. Die Kawabata Shopping Arcade ist insgesamt 440 m lang. Auf dieser Länge wird sie von zwei Straßen gekreuzt. Bis auf diese beiden Übergänge ist die Kawabata eine reine Fußgängerzone. In der Einkaufspassage findet man Waren für den täglichen Bedarf und eher günstige Artikel. Die Kawabata Shopping Arcade ist keine elegante Passage.

 

Kawabata Shopping Arcade

 

Tenjin Chikagai Underground Shopping Mall

Die "Tenjin Chikagai Underground Shopping Mall" ist eine exclusive Einkaufspassage unter der Watanabe Dori. Sie wird begrenzt durch die Showa Dori im Norden und die Kokutai Dori im Süden der Innenstadt. Zahlreiche Treppen führen in die unterirdische Passage. Von Kaufhäusern und Geschäften gelangt man ebenfalls in die Einkaufsstraße. Die Passage verbindet zudem die beiden U-Bahnstationen Tenjin und Tenjin-Minami, dadurch ist für einen stetigen Besucherstrom gesorgt. Die Chikagai Underground Shopping Mall hat ein elegantes Designkonzept mit hochwertigen Materialien. Die Geschäfte sind elegant und hochpreisig.

 

Tenjin  Chikagai

 

Atago Schrein

Der Atago Schrein liegt auf einem Hügel an der Mündung des Muromi River in die Bucht von Fukuoka. Man steigt über viele Treppen auf den Hügel, bis man am Ende die roten Tori sieht. An der Seite ist ein kleiner Schrein versteckt mit vielen bunten Papier-Kranichen. Der eigentliche Tempel befindet sich oben auf dem Berg, von dem man einen schönen Blick auf Fukuoka hat. Der Shinto-Tempel ist dem Schutzgott Atago Gongen geweiht, der die Stadt vor Feuer schützen soll.

 

Atago Schrein, Nishi Ward

 

Hakata Bucht

Die Bucht von Fukuoka heißt Hakata Bay und ist durch vorgelagerte Inseln vor Sturmfluten relativ gut geschützt. Durch die Nähe zum asiatischen Festland war die Hakata Bucht mehrfach das Ziel von Invasoren. Koreanische Piraten überfielen die Stadt mehrfach und raubten Frauen und Lebensmittel. Hier fanden auch die beiden Mongolischen Invasion statt, die 1274 und 1281 scheiterten. Dabei half den japanischen Verteidigern der Kamikaze (göttlicher Wind), der die Schiffe der Angreifer so stark dezimierte, dass der Angriff abgebrochen werden musste.

Seitdem hat sich die Bucht jedoch stark verändert, durch Landaufschüttungen hat sich die Küstenlinie stark verändert. Der Strand und das dahinter liegende Stadtviertel entstanden in den 1980er Jahren. Am Fukuoka Tower gibt es eine kleine Seebrücke mit Restaurants und Zelte in denen Fleischspieße verkauft werden. Da die Japaner eine vornehme Blässe bevorzugen, ist der Strand am Abend, kurz vor Sonnenuntergang, am besten besucht.

 

Marizon, Fukuoka

 

Fukuoka Tower

Der Fukuoka Tower steht direkt am Strand und ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der gläserne Turm sieht aus wie ein Wolkenkratzer, ist aber "nur" ein Aussichtsturm. Der Turm ist innen Leer, es gibt keine Geschosse unterhalb der Aussichtsetagen. Dadurch kann man bei der Fahrt mit dem Aufzug schon die Aussicht genießen.

Der Fukuoka Tower ist eine Stahlkonstruktion die mit verspiegeltem Glas verkleidet wurde. Der Turm ist 234 m hoch, die höchste Aussichtsplattform befindet sich auf einer Höhe von 123 m. Die restliche Höhe wird durch die 111 m hohe Antenne erreicht. Der Fukuoka Tower wurde 1989 eröffnet. Der Turm ist bis zu einer Magnitude von 7 erdbebensicher und kann Windgeschwindigkeiten bis 230 km/h standhalten.

 

Fukuoka Tower, Sawara Ward

www.fukuokatower.co.jp

 

Stadtplan mit Sehenswürdigkeiten in Fukuoka

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Reiseführer Fukuoka

Willkommen in Fukuoka

Fukuoka ist mit rund 1,6 Millionen Einwohnern die größte Stadt auf der Insel Kyushu. Über den Bahnhof Hakata ist die Stadt mit dem Rest Japans bestens angebunden. Die Shinkansenzüge fahren über eine Brücke auf die Hauptinsel Honshu. Der Shinkansen braucht nur rund 2,5 Stunden nach Osaka.

 

 

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