Tel Aviv Panorama von Jaffa

Das berühmte Tel Aviv Panorama mit der Skyline und den Stränden, bietet sich von einem Hügel über Jaffa. Der Aussichtspunkt befindet sich an der Mifrats Shlomo Promenade, die südlich des Glockenturms beginnt und an der Mahmudiyya Moschee vorbei auf den Hügel führt. Am Aussichtspunkt stehen alte türkische Kanonen, die unter den Osmanen den Hafen von Jaffa beschützen. Seit kurzem steht hier auch ein orangenfarbener Selfie-Rahmen für Instagram-Touristen. Jaffa war früher für seine Orangen bekannt, Jaffa-Orangen waren mal weltberühmt. Der Name wurde von deutschen Templern als Markenname verwendet, die in Sarona (heute ein Stadtteil in Tel-Aviv) Apfelsinen für den Export produzierten. Weitere Fotos siehe Bildergalerie Tel Aviv.

Uhrturm Jaffa

Das Zentrum des osmanischen Jaffa bildet der Uhrturm "Clock Tower" mitten auf der Hauptstraße Rehov Yefet. Der Uhrturm wurde 1903 zum Gedenken an die dreißigjährige Herrschaft des Sultans Abdul Hamid II. errichtet. Der dreistöckige Turm wurde vom Architekt Joseph Beys Moyal entworfen. Der Uhrturm kann nicht besichtigt werden aber wer näher herantritt, entdeckt Schmiedearbeiten mit Eseln und Kamelen. Von Tel Aviv kommend markiert der Uhrturm den Eingang nach Jaffa.

Jaffa Markt

Das interessanteste an Jaffa ist der Markt, der sich östlich des Uhrturms erstreckt. In den Teilweise etwas heruntergekommen wirkenden Markthallen befinden sich Cafes und Restaurants. Das bekannteste ist Dr. Shakshuka, hier bekommt man das israelische Nationalgericht Shakshuka in allen Variationen frisch aus dem Ofen. Die Pinkhas Ben Yair Straße ist das Zentrum des Marktes von Jaffa (Foto). Entlang der Straße wird alles Mögliche verkauft und Straßenmusiker sorgen für eine ausgelassene Stimmung. Am oberen Ende ändert sie ihren Namen in Rabi Khanina Straße, dort befindet sich der berühmte Flohmarkt von Jaffa. Der Flohmarkt Shuk HaPishpeshim findet täglich ab 9 Uhr statt außer am Samstag.

Mahmudiya Moschee

Die Mahmudiya Moschee ist das prächtigste Bauwerk der Osmanen in Jaffa. Die Moschee wurde ab 1730 erbaut und in den folgenden Jahrhunderten erweitert. Die einzelnen Gebäude der Mahmudiya Moschee stehen um drei sehenswerte Innenhöfe. Die eigentliche Gebetshalle wird von zwei weißen Kuppeln überspannt, die mit kunstvollen Fliesen an ihrer achteckigen Basis verkleidet wurden. Von außen dominiert das Minarett die Silhouette der Moschee. An der Mifrats Shlomo Promenade befindet sich ein schöner Marmor-Brunnen, der zur rituellen Reinigung vor dem Gebet dient. 

Abrasha Park

Zwischen dem osmanischen Jaffa rund um den Uhrturm und der Altstadt von Jaffa liegt ein Hügel auf dem sich der Abrasha Park befindet. Auf dem Gipfel des Tel Yafo befindet sich ein Platz auf dem das "Tor des Glaubens" steht. Der obere Teil stellt den Traum Jacobs dar, eine Stütze zeigt die Opferung Isaaks und die andere die Eroberung von Jericho. Vom Abrasha Park hat man einen wunderbaren Blick auf Tel Aviv und den Hauptplatz von Jaffa, den Kikar Kedumim. Vom Abrasha Park gelangt man über die Wunschbrücke nach Alt-Jaffa. Auf der "Wunschbrücke" soll man seine Hand auf sein Sternzeichen legen und aufs Meer blicken, dann sollen der Legende zufolge, Wünsche in Erfüllung gehen. Nach der Wunschbrücke steht man auf dem Kikar Kedumim, der von der Peterskirche überragt wird. Früher stand hier eine Kreuzritterburg, die 1654 in eine Kirche für Petrus umgebaut wurde, weil dieser hier Tabitha zum leben erweckt haben soll. Tabitha (Tabea) war eine Jüngerin von Jesus, die in Jaffa lebte. Als sie verstarb rief man Petrus zur Hilfe, der Tabitha mit den Worten "Steh auf!" erweckte. Die Petruskirche wurde mehrfach zerstört und 1894 von Spanien neu errichtet. Ihr Glockenturm überragt alle anderen Bauwerke in Jaffa, er sollte schon von weitem für die Pilger sichtbar sein, die über den Hafen von Jaffa nach Jerusalem zogen.

Al-Bahr-Moschee

Wenn man vom osmanischen Jaffa in Richtung Altstadt läuft, taucht das Minarett der Al Bahr Moschee am Himmel auf. Die kleine Moschee steht direkt an der Uferstraße Retzif HaAliya HaShniya. Der Name Al-Bahr bedeutet am Wasser. Die Moschee am Wasser entstand etwa in der Mitte des 17. Jahrhunderts. Hinter dem Minarett sieht man die Gischt umtosten Andromeda Felsen. Der griechischen Mythologie folgend wurde Andromeda, die Tochter von Kassiopeia an diesen Felsen im Meer gekettet, um dem Seeungeheuer geopfert zu werden, das Poseidon geschickt hatte, um den Hochmut von Kassiopeia zu bestrafen, die behauptet hatte schöner zu sein als die Nereiden (Nymphen) von Poseidon. Andromeda wurde von Perseus gerettet, der den Kopf der Medusa als Waffe einsetzte. Er hatte der Medusa im Schlaf den Kopf abgeschnitten und jeder der den Kopf ansah, erstarrte zu Stein. So konnte Perseus das Ungeheuer besiegen und Andromeda befreien. Beide heirateten und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Die Altstadt von Jaffa

Die Altstadt von Jaffa ist durch arabische Häuser geprägt, die von hohen Natursteinmauern getragen werden. Auf Straßenniveau gibt es nur wenige Fenster, die hohen Häuser öffnen sich erst in den Obergeschossen. Die Altstadt von Jaffa besteht aus wenigen, engen Gassen mit vielen Treppen. Archäologische Funde belegen eine Besiedlung seit 7.500 vC. Jaffa liegt an einer 40 m hohen Anhöhe und hat dadurch eine Strategische Bedeutung. Jaffa war auch die Hafenstadt Jerusalems, wo ein Stadttor nach Jaffa benannt wurde. Jaffa liegt allerdings nicht an einer großen Bucht oder an der Mündung eines Flusses, dadurch wurde die Stadt auch nicht besonders groß. Jaffa blieb eine kleine Hafenstadt am Mittelmeer, dadurch hat sich die Altstadt auch kaum verändert. Es gibt ein paar kleine Kirchen und die Al-Bahr Moschee. Dafür gibt es einige Restaurants mit herrlichem Blick aufs Meer.

 

Altstadt Jaffa

 

Der Hafen von Jaffa

Der Hafen von Jaffa gilt als ältester Hafen der Welt. Tatsächlich ist Jaffa eine der ältesten Städte am Meer, ob es auch die erste Hafenstadt war, lässt sich nicht beweisen. Der älteste Hafen der Welt könnte sich auch am Roten Meer in Ägypten befunden haben. Dort haben Archäologen einen Hafen aus der Zeit um 2.600 vC entdeckt. Die Stadt Jaffa ist jedoch deutlich älter aber ob um 7.500 vC schon Schiffe benutzt wurden oder ob der Ort nur am Wasser lag und die Leute Muscheln sammelten, lässt sich nicht sagen. Der Hafen von Jaffa bietet nur Yachten und kleinen Fischerbooten genügend Wasser unterm Kiel. Am Hafen von Jaffa findet man viele gute Restaurants und auf der Hafenpromenade ist immer viel los.

Stadtplan Sehenswürdigkeiten Jaffa

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Tel Aviv-Yafo

Reiseführer Jaffa

Jaffa ist ein Stadtteil von Tel Aviv. Offiziell heißt die Stadt sogar Tel Aviv-Yafo. Die arabischen Einwohner nennen den Ort Yaffa. Im deutschen und englischen wird die Stadt Jaffa genannt. Jaffa hat rund 50.000 Einwohner von denen noch etwa 30 % muslimisch sind.

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