Berg Zion

Der Berg Zion befindet sich südlich der Altstadt von Jerusalem. Man betritt die Davidsstadt durch das Zions Tor in dem man noch die Einschlagslöcher der Gewehrkugeln aus dem Krieg von 1948 sehen kann. Hier wird die Stadt von König David vermutet, der Ursprung Jerusalems. Daher wird Zion auch als Synonym für Jerusalem und für ganz Israel verwendet. Die Zionisten mit ihrem Vordenker Herzl propagierten einen eigenständigen jüdischen Staat im Heiligen Land. Zurück zu den Ursprüngen, zurück zum Berg Zion. Eine Statue mit Harfe auf dem Weg erinnert an König David. In der Stadt von David soll auch das "Letzte Abendmahl" mit Jesus und seinen Jüngern stattgefunden haben. Man kann den Abendmahlssaal besuchen, der mit gotischen Gewölben wie ein Rittersaal aussieht. Der Saal ist also deutlich jünger als das "Letzte Abendmahl".

Das größte Bauwerk auf dem Berg Zion ist die Dormitio Abtei, die der deutsche Kaiser Wilhelm II. ab 1898 errichten ließ. Die Dormitio Abtei wurde für Maria errichtet, die hier entschalfen sein soll. Ein sehr schönes Bauwerk aus hellem Naturstein, das durch seine wunderschönen Mosaiken auffällt (Foto). Die Abtei wird immer noch von deutschen Benediktinermönchen betrieben. 

Schindler's Tomb

Auf dem Berg Zion befindet sich auch das Grab von Oskar Schindler der durch den Film "Schindlers Liste" von Steven Spielberg weltberühmt wurde.

 

Mount Zion   

Zentrum von West-Jerusalem

Das Zentrum von West-Jerusalem befindet sich in einem Dreieck zwischen den Straßen Jaffa Street, King George Street und  Ben Yehuda. Das Zentrum wird daher Downtown Triangle genannt. Seit 2011 verkehrt auf der Jaffa Street die Straßenbahn von Jerusalem. Die moderne Straßenbahn verbindet West-Jerusalem mit Ost-Jerusalem. Die King George Street ist eine breite Straße mit modernen Gebäuden und vielen Geschäften. Am schönsten ist die Fußgängerzone Ben Yehuda (Foto) mit Restaurants und netten Läden. Hier schlägt das Herz von West-Jerusalem.

Yad Vashem

Yad Vashem ist die zentrale Holocaust Gedenkstätte Israels. Der Völkermord an den Juden Europas wurde von Nazi-Deutschland systematisch geplant und in Konzentrationslagern grausam umgesetzt. Über 4 Millionen Menschen starben in den deutschen Todeslagern zwischen 1940-1945. Yad Vashem besteht aus verschiedenen Gebäuden, im Holocaust History Museum wird der Holocaust von der Machtergreifung Hitlers bis zur Vernichtung der Juden sehr ausführlich dargestellt. Das Holocaust History Museum ist ein dreieckiger, 200 m langer Baukörper von Architekt Moshe Safdie, der sich am Ende der Ausstellung zur hügeligen Landschaft hin öffnet. Weitere bedeutende Orte sind die Hall of Remembrance, das HaKaron Monument zum Gedenken an alle Deportierten (ein Güterwagon auf einer Brücke im Wald), Das Children's Memorial befindet sich unter der Erde, es wird sehr dunkel, man verliert etwas die Orientierung und dabei werden die Namen von ermordeten Kindern verlesen. Yad Vashem ist eine sehr weitläufige Gedenkstätte, man sollte sich im Besucherzentrum eine Karte der Anlage geben lassen. Wer alles sehen möchte sollte einen halben Tag einplanen. Im Besucherzentrum gibt es ein Restaurant. 

Öffnungszeiten Yad Vashem:

8.30-17 Uhr, Donnerstags bis 20 Uhr, Freitags bis 14 Uhr. Samstags und an jüdischen Feiertagen geschlossen. Eintritt frei (2018)

ÖPNV:

Straßenbahnstation: Har Herzl

Herzlberg

Der israelische Militärfriedhof befindet sich auf dem Herzlberg in West-Jerusalem. Auf dem bewaldeten Hügel befinden sich die Gräber vieler bedeutender Persönlichkeiten. Der wurde nach Theodor Herzl benannt, der 1896 sein Buch Der Judenstaat veröffentlichte und ein Jahr später in Basel die WZO World Zionist Organisation gründete. Theodor Herzl starb 1904 und wurde in Wien beerdigt. Auf dem Herzlberg in Jerusalem wurde ein Ehrengrab für den Gründer der Zionisten errichtet, in das seine sterblichen Überreste 1949 überführt wurden. Auf dem Friedhof Har Herzl befinden sich auch die Gräber von Golda Meir (Ministerpräsidentin), Jitzchak Rabin (Ministerpräsident und Friedensnobelpreisträger) und Schimon Peres (Ministerpräsident und Friedensnobelpreisträger). Der Herzlberg ist 834 m hoch und liegt rund 5 Kilometer westlich der Jerusalemer Altstadt.

Calatrava Brücke

Die Brücke heißt offiziell Chords Bridge und wurde 2008 eröffnet. Sie dient der Straßenbahn als Überquerung der Kreuzung vor dem Bahnhof Yitzchak Navon und dem Busbahnhof von Jerusalem. Der spanische Architekt und Ingenieur Santiago Calatrava hat die elegante Schrägseilbrücke entworfen, die an die Harfe von König David erinnern soll. Nachts wird die Brücke mit bunten LED Lichtern zum leuchten gebracht.

Weitere Bauwerke von Calatrava:

Ciudad de Artes y Las Ciencias, Valencia 

Me'a Sche Arim

Me'a Sche Arim ist der Stadtteil der ultraorthodoxen Juden. Männer tragen schwarze Hüte, Schläfenlocken und schwarze Anzüge, wie damals in Osteuropa. Frauen tragen lange Röcke und Kopftuch. Auch Besucher sollten lange Hosen und Hemden tragen, die die Arme bedecken. Es wird erwartet das sich Besucher rücksichtsvoll verhalten und die Sabbatregeln einhalten. Der Stadtteil Me'a Sche Arim wurde 1874 errichtet und bestand anfangs aus wenigen Hofhäusern die nachts abgeschlossen wurden. Das Viertel der orthodoxen Juden ist ärmlich und sieht Teilweise aus wie ein Slum. Echte Sehenswürdigkeiten gibt es nicht aber die Stadtviertel der orthodoxen Juden wachsen am schnellsten und nehmen schon fast ein Drittel der Fläche von Jerusalem ein.

Knesset

Die Knesset (Versammlung) ist das israelische Parlamentsgebäude. Seit 1949 befindet sich die Knesset in Jerusalem. Das heutige Parlament wurde 1966 nach den Plänen von Architekt Ossip (später Josef) Klarwein errichtet. Klarwein wurde in Warschau geboren und arbeitete bei Hans Poelzig und Fitz Höger, bevor er 1934 nach Israel auswanderte. Der schlichte Betonbau beherbergt in seinen Innenräumen Wandteppiche von Marc Chagall. Führungen durch die Knesset finden Sonntags und Donnerstags statt (8:30, 12:00 und 14:00): Aktuelle Informationen siehe Link.

Bible Lands Museum

Das Bible Lands Museum ist eine private, religiös geprägte Kunstsammlung, die die Geschichte des Heiligen Lands anhand von Kunstobjekten und archäologischen Fundstücken erklärt. Das Bible Lands Museum bezieht den Nahen Osten, Ägypten und Griechenland mit ein und erklärt die Einflüsse der unterschiedlichen Kulturen, die sich in Israel trafen und das Heilige Land formten. In Israel trafen sich die Handelswege die Ägypten mit dem Zweistromland verbanden. Dadurch vermischten sich die Völker und Kulturen im Heiligen Land.

Israel Museum

Das Israel Museum besteht aus einer Ansammlung von Bauwerken, die sehr unterschiedliche Themen beherbergen. Das Israel Museum zeigt Moderne Kunstwerke, Archäologie, jüdisches Leben und die Geschichte Israels. Man kann hier locker einen ganzen Tag verbringen. Im Skulpturengarten stehen Werke von Henry Moore, Picasso und Claas Oldenburg. Die Hauptattraktion des Israel Museums ist der Shrine of the Book. Hier werden die Schriftrollen aus Qumran ausgestellt, die 1947 in Höhlen am Toten Meer gefunden wurden. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Modell des Zweiten Tempels von Jerusalem. Das riesige Stadtmodell zeigt Jerusalem um das Jahr 70 nach Christus, kurz bevor der Tempel von den Römern zerstört wurde.

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Reiseführer Jerusalem

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