Geschichte Jerusalem
7.000 v. Chr. In Jericho entsteht eine Siedlung mit Stadtmauer. Jericho liegt rund 20 km östlich von Jerusalem. Die Menschen leben von Ackerbau und Viehzucht. Von hier verbreitete sich die Landwirtschaft in der ganzen Region.  
3.500 v. Chr. Auf dem Berg Ophel (Tempelberg) entsteht eine erste Siedlung. Etwa an der Stelle an der sich heute die Al Aqsa Moschee befindet. Diese Siedlung wurde durch Keramikfunde nachgewiesen. 
3.000 v. Chr. Die kanaanitische Kultur entsteht. Kanaan war das Land zwischen dem Jordan und dem Mittelmeer. Die Kanaaniter waren ein semitisches Volk, das auf Sem, den Sohn Noahs zurückgeht. Hierfür gibt es jedoch keine wissenschaftlichen Beweise. Sem war nach dem jüdischen Glauben der Vater von Abraham. Die Kanaaniter waren in Stadtstaaten organisierte Händler und Seefahrer. Die Griechen nannten sie Phönizier.   
1.800 v. Chr. In Jerusalem wird die erste Stadtmauer errichtet. 
1.457 v. Chr. Pharao Thutmosis III. erobert Megiddo. Kanaan wird dadurch eine Tribut pflichtige Provinz von Ägypten. Zudem sicher sich Ägypten dadurch einen Weg nach Syrien. 
1.250 v. Chr. Eingewanderte Nomadenstämme schließen sich zum Volk Israels zusammen. Die 12 Völker Israels eint der Glaube an Gott und die gemeinsamen Stammesväter. Die Existenz eines Volkes mit dem Namen Israel wurde um 1204 v. Chr. auf einer ägyptischen Steele des Pharaos Merenptah verewigt. Der Exodus aus Ägypten unter der Führung von Moses fällt in die gleiche Zeit, lässt sich jedoch nicht historisch nachweisen. Moses erhält die „Zehn Gebote“ auf zwei Steintafeln, die in der „Bundeslade“ aufbewahrt werden. 
1.150 v. Chr. Ägypten wird von den Seevölkern angegriffen. Pharao Ramses III. erlaubt es den Philistern in Kanaan zu siedeln. Die Herkunft der Philister ist nicht bekannt, es wird vermutet, dass sie aus Griechenland kamen. Zur gleichen Zeit fand dort die „Dorische Wanderung“ statt. Auch wenn diese von einigen Historikern angezweifelt wird, so kam es zu dieser Zeit zu einem Umbruch im Mykenischen Reich und einer Völkerwanderung aus dem Norden Griechenlands in den Süden und auf die griechischen Inseln. Die Philister gründeten 5 Städte südlich von Jaffa. Das Land der Philister wird Palästina genannt. 
1.000 v. Chr. Der Legende nach besiegte David den Philister Goliath und wurde später zum ersten König Israels. David eroberte Jerusalem und machte die Stadt im Jahre 1.000 v. Chr. zur Hauptstadt des Landes. Er brachte die Bundeslade nach Jerusalem, wodurch die Stadt das religiöse Zentrum Israels wurde. Ob es König David je gab ist wissenschaftlich nicht bewiesen. Jerusalem hatte damals etwa 1.500 Einwohner. 
969 v. Chr. Davids Sohn Salomon baut den Ersten Tempel. Der Jerusalemer Tempelberg wird dadurch zum Zentrum des Judentums. 
926 v. Chr. Nach dem Tod Salomons wird das Reich geteilt. Der Norden wird zu Israel und der Süden zu Juda. Jerusalem wird die Hauptstadt von Juda. 
876 v. Chr. Samaria die Hauptstadt des Königreichs Israel entsteht. Samaria lag in der Nähe der heutigen Stadt Nablus etwa 50 km nördlich von Jerusalem. 
722 v. Chr. Das Nordreich Israel wird von den Assyrern erobert. Viele Israeliten werden ins Assyrische Reich verschleppt. König Ahas bewahrt den Frieden in Juda durch Tribute an Assyrien. 
701 v. Chr. Ahas Sohn Hiskija schloss sich dem Aufstand der Philister gegen Assyrien an und hofft auf ägyptische Unterstützung. Die Assyrer belagerten Jerusalem und erobern Ägypten. König Hiskija rettete seine Macht durch hohe Tribute an Assyrien. Dennoch schrumpfte Juda auf eine kleine Fläche rund um Jerusalem zusammen. 
612 v. Chr. Die assyrische Hauptstadt Ninive wird von den Babyloniern erobert. 
587 v. Chr. Jerusalem kapituliert vor den Babyloniern. Die jüdische Oberschicht wird nach Babylon deportiert. Rund 4.500 Bewohner müssen in die Hauptstadt der Sieger umziehen. Der Tempel von Salomon wird zerstört. Das Reich Juda hört auf zu existieren. 
539 v. Chr. Die Perser erobern Babylon und erlauben den Judäern 538 v. Chr. die Rückkehr nach Jerusalem. 
515 v. Chr. Auf dem Tempelberg in Jerusalem wird der "Zweite Tempel" errichtet. 
332 v. Chr. Alexander der Große erobert Palästina. 
323 v. Chr. Nach Alexanders Tod herrschen die Seleukiden über Judäa.  
165 v. Chr. Judas Makkabäus aus dem Geschlecht der Hasmonäer, erringt in einem Aufstand gegen die Seleukiden einen eigenständigen jüdischen Staat. Die Makkabäer erobern Jerusalem und lassen den Tempel 164 v. Chr. neu weihen. Das Lichterfest „Chanukka“ erinnert noch heute an dieses Ereignis. Bis 63 v. Chr. erobern die Hasmonäer ganz Palästina. 
63 v. Chr. Der römische Feldherr Pompejus erobert Jerusalem. Die Hasmonäer können sich nur als Priester auf dem Tempelberg halten. 
37 v. Chr.  Die Römer setzen König Herodes I als Statthalter von Jerusalem ein. 
4 v. Chr. Jesus wird sehr wahrscheinlich in Nazareth unter der Herrschaft von Herodes geboren. Da Herodes bis 4 v. Chr. regierte konnte Jesus nicht früher geboren worden sein. Sein Geburtsort wurde später nach Bethlehem verlegt, weil der Messias aus dem Hause Davids kommen musste. Bethlehem war der Herkunftsort von König David, dem ersten König der Juden. 
30 n. Chr. Jesus wird in Jerusalem gekreuzigt. Er wurde vom Statthalter Pontius Pilatus zum Tode verurteilt, weil er sich zum König der Juden erklärt hatte und damit den römischen Herrschaftsanspruch untergrub. Er wurde wegen Hochverrat und Anstiftung zum Aufruhr verurteilt. Jesus hatte aber nur religiöse Ziele und das strenge Urteil war eher dem Druck der jüdischen Priester zu verdanken. 
66 Die Juden erheben sich im Jüdischen Krieg gegen das Römische Reich. Auslöser war eine Steuerreform. Um Steuerschulden einzutreiben plünderte der Statthalter Gessius Florus den jüdischen Tempel. Daraufhin kommt es zum Aufstand und Florus muss aus Jerusalem fliehen. 
70 Titus erobert Jerusalem. Der "Zweite Tempel" wird zerstört und die ganze Stadt verwüstet. Der Sieg über die Juden wurde in Rom auf dem Titusbogen verewigt. 
74 Mit der Bergfestung Masada fällt das letzte jüdische Widerstandsnest in Palästina. 
130-135 Kaiser Hadrian gründet auf den Ruinen Jerusalems die Kolonie Aelia Capitolina. Dies führte zum Bar-Kochba Aufstand, dem Zweiten Jüdischen Krieg. Römer und Juden mussten sehr hohe Verluste verkraften aber letztlich siegten die Römer. Nach dieser Niederlage durften die Juden Jerusalem nicht mehr betreten. Auf dem Tempelberg wurde ein römischer Jupiter-Tempel errichtet. Durch den Krieg flohen viele Juden aus dem Heiligen Land, die Überlebenden wurden als Sklaven in alle Teile des Römischen Reichs verkauft. Das war der Beginn der Jüdischen Diaspora. Hadrian lässt über dem Grab von Jesus Christus einen Venustempel errichten, um den Kult der Christen ein Ende zu setzen, die schon damals zum Grab des Erlösers pilgerten. 
326 Kaiserin Helena lässt die Terrasse des Venustempels entfernen, um das Grab von Jesus freizulegen. Dabei findet sie das Kreuz des Heilands. An dieser Stelle wird von ihrem Sohn Konstantin die Grabeskirche errichtet. Auch die Geburtskirche in Bethlehem wurde zu dieser Zeit erbaut. 
395 Das Römische Reich wird geteilt. Jerusalem gehört zum Oströmischen Reich  mit der Hauptstadt Byzanz
570 Mohammed wird in Medina geboren. 
614 Die persischen Sassaniden erobern Jerusalem. Die Juden kämpften auf der Seite der Eroberer gegen Byzanz. Nach dem Sieg wurden Kirchen geplündert und etwa 90.000 Christen ermordet. Auch das Kreuz Christi wurde von den Persern geraubt. Den Juden wurde es wieder erlaubt, sich in Jerusalem niederzulassen. 
629 Jerusalem fällt wieder an Byzanz, nachdem Kaiser Herakleios den Sassaniden eine herbe Niederlage bei Ninive bescherte und sie zur Rückgabe aller ehemaligen byzantinischen Gebiete und des Kreuz Christi zwang. In Jerusalem richteten die Byzantiner ein Massaker unter den Juden an. 
632 Mohammed stirbt in Medina. 
637 Die Araber erobern Jerusalem. Juden dürfen sich wieder in Jerusalem ansiedeln. Damaskus wird zur Hauptstadt der Umayyaden. Die Araber nennen Jerusalem Iliya nach dem römischen Aelia Capitolina. 
692 Die Muslime errichten auf dem Tempelberg den Felsendom und die Al Aqsa Moschee. Der Legende nach soll Mohammed auf seiner Himmelfahrt in Jerusalem vorbei gekommen sein. Allerdings wird Jerusalem im Zusammenhang mit der Nachtreise Mohammeds nicht erwähnt. Da sich der Islam als Nachfolger des Judentums und des Christentums sieht, war es eher machtpolitisches Interesse, den Tempelberg zu besetzen. Zudem befand sich der Kalif mit den Machthabern in Mekka im Krieg und wollte daher ein eigenes religiöses Zentrum aufbauen. So wurde Jerusalem nach dem Judentum und den Christen nun auch noch eine Heilige Stadt des Islams. 
750 Die Umayyaden werden von den Abbasiden verdrängt und fliehen auf die Iberische Halbinsel, wo sie das Emirat von Cordoba gründen. Unter den Abbasiden war Jerusalem eine unbedeutende Stadt, deren Zentrum sich in Bagdad befand. Juden und Christen waren in der Stadt geduldet. 
979 Jerusalem wird von den ägyptischen Fatimiden erobert. Die radikalen Muslime richten ein Blutbad unter den Juden und Christen an. Andersgläubige werden als "Ungläubige" verfolgt, Synagogen und Kirchen werden geplündert und zerstört. Muslime dürfen keine Geschäfte mit den „Ungläubigen“ machen. Juden mussten sogar eine Glocke um den Hals tragen. Christen durften nicht auf Pferden reiten und keine Waffen tragen. Unter den Fatimiden beginnt das dunkelste Kapitel der Heiligen Stadt. 
1009 Die Grabeskirche, das größte Heiligtum der Christenheit wird von al-Hakim abgerissen. Durch diese Tat wird das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen dauerhaft zerstört. In Europa und Byzanz wächst der Wunsch Jerusalem von der Terrorherrschaft der Moslems zu befreien. Die Fatmiden errichten die Stadtmauer aus den Steinen der zerstörten Kirchen. 
1030 Das Byzantinische Reich versucht Jerusalem zurück zu erobern. Muss die Belagerung der Stadt aber erfolglos abbrechen. Dennoch kommt es zu Verhandlungen und die Grabeskirche durfte wieder aufgebaut werden. 
1071 Die Seldschuken erobern Jerusalem. Die sunnitischen Muslime richten ein Blutbad unter den schiitischen Fatimiden an. Für Christen waren Pilgerreisen ins Heilige Land nicht mehr möglich. 
1095 Papst Urban II. ruft in Clermont die Christen zum Kreuzzug auf, um die Heiligen Stätten zu beschützen. Byzanz hatte um Hilfe gebeten da es selbst nicht in der Lage war Jerusalem zu befreien. Das Heer der Kreuzfahrer sammelt sich in Byzanz und nimmt den Landweg nach Palästina. 
1098 Die Fatimiden können Jerusalem wieder erobern und vertreiben die Sunniten. 
1099 Das Kreuzfahrerheer erobert Jerusalem nach langer Belagerung und gründet das christliche Königreich Jerusalem. Ein großer Teil der muslimischen Bevölkerung wurde ermordet. Die zuvor von den Muslimen zerstörten Heiligen Stätten wurden wieder aufgebaut. Der Felsendom wurde zur Kirche umgebaut und die Al Aqsa Moschee diente den Kreuzrittern als Palast. 
1149 Der Zweite Kreuzzug diente nur der Sicherung der Macht im Heiligen Land und war nicht sehr erfolgreich. Die Kreuzfahrerstaaten geraten immer mehr unter Druck. Viele Christen kämpfen auch an der Seite der Spanier, um die Iberische Halbinsel von den Muslimen zu befreien. 
1187 Saladin erobert Jerusalem und macht die Umbauten der Christen auf dem Tempelberg rückgängig. 
1189 Der Dritte Kreuzzug hat wieder das Ziel der Befreiung Jerusalems. Der Deutsche Kaiser Barbarossa ertrinkt auf dem Weg in der heutigen Türkei. Der englische König Richard Löwenherz kann nur einen Küstenstreifen zwischen Jaffa und Beirut erobern. Durch Verhandlungen mit Saladin dürfen christliche Pilger nach Jerusalem, wenn sie keine Waffen tragen.  
1219 Der Emir von Syrien al-Muazzam lässt die Stadtmauer von Jerusalem abreißen, weil er eine Invasion der Kreuzritter befürchtete und den Christen keine befestigte Stadt überlassen wollte. 
1229 Friedrich II König von Sizilien konnte durch Verhandlung mit Sultan al Kamil Jerusalem für sich gewinnen. Die Verwaltung der Stadt übernahm der Deutsche Orden. 
1244 Ägyptische Söldner erobern das nur wenig geschützte Jerusalem. Durch die vielen Kriege ist die Einwohnerzahl Jerusalems auf unter 10.000 Menschen gesunken. Unter den Mamluken verliert die Stadt ihre Bedeutung. Die wenigen Christen und Juden in der Stadt werden diskriminiert und müssen hohe Steuern zahlen. 
1291 Die Stadt Akkon wird von den Mamluken erobert. Mit der Hafenstadt fällt die letzte Bastion der Kreuzfahrer in Palästina. Die Zeit der Kreuzzüge ist zu Ende. 
1516 Die Osmanen besiegen die Mamluken und errichten ein türkisches Großreich. Jerusalem wird zu Provinzhauptstadt und erhält eine neue Stadtmauer. 
1881 Der Antisemitismus in vielen europäischen Ländern wird stärker. In Russland werden Juden nach dem Attentat auf Alexander II ermordet. Russische Juden flüchten daraufhin nach Westeuropa und in die USA. Ein Jahr später kommen 14 Illegale Einwanderer als erste Siedler nach Jaffa
1892 Die Bahnlinie Jerusalem-Jaffa wird eröffnet. Sie wurde von Europäern errichtet und sollte sich durch christliche Pilger finanzieren. 
1897 Theodor Herzl gründet in Basel die „Zionistische Organisation“. Ihr erklärtes Ziel ist es in Palästina einen jüdischen Staat zugründen. Der Ungar Herzl sah es nicht als Utopie einen Jüdischen Staat zu gründen sondern als Notwendigkeit. 
1901 Herzl gründet den „Jüdischen Nationalfonds“ zum Aufkauf von Land in Palästina. 1908 wird die „Palestine Land Development Corporation“ (PLDC) gegründet. 
1904 Nach Herzls Tod übernimmt Chaim Weizmann den Vorsitz der Zionisten. Ihm gelingt es Gelder für den Kauf von Land zu sammeln und Großbritannien davon zu überzeugen sich als Schutzmacht in Palästina einzusetzen. 
1909 Nördlich von Jaffa entsteht die Stadt Tel Aviv. Die Stadt wurde unter dem Namen Ahusat Bajit gegründet, nach der Vereinigung mit zwei anderen Siedlungen erhält sie den Namen Tel Aviv. (Tel = Alt und Aviv = Neu, nach dem Buch von Theodor Herzl) 
1910 In Israel entstehen die ersten landwirtschaftlichen Kibbuz-Siedlungen. 
1917 Der britische Außenminister Arthur Balfour erklärt am 2. November die Juden bei der Schaffung einer Heimat in Palästina zu unterstützen. Für Großbritannien ist der Suezkanal lebenswichtig, ohne den Kanal könnte ihr Empire nicht bestehen. Eine Pro britische Kolonie Palästina würde als Pufferzone den Suezkanal schützen. Zudem könnte die Kolonie die Vielzahl osteuropäischer Flüchtlinge aufnehmen die sonst auf der Insel landen würden. Ein weiterer Grund war es sich die Unterstützung der Juden in Amerika zu sichern, die für einen Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg stimmen würden. Gleichzeitig brauchten die Briten die Araber, um gegen die Osmanen zu kämpfen, zu deren Reich Palästina gehört. Aus diesem Grund wurde nur eine jüdische Heimat erwähnt und kein eigener jüdischer Staat. Am Ende des Jahres überlassen die Osmanen den Briten Jerusalem. 
1919 Nach dem Ersten Weltkrieg trafen sich die Sieger in Paris und verhandelten über die Aufteilung des Osmanischen Reichs. Frankreich wollte auch die Kontrolle über das Heilige Land, die Zionisten unter Weizmann konnten jedoch überzeugen, dass die Verfolgung der Juden nur in einem eigenen Land verhindert werden kann. Die Franzosen stimmten letztlich zu und bestätigten England als Schutzmacht der Zionisten in Palästina. In Palästina lebten damals rund 750.000 Menschen, etwa 80% waren Muslime. 
1920 Bei arabischen Protesten gegen die Balfour-Deklaration in Jerusalem sterben 5 Juden und 4 Araber. Jüdische Siedler gründen daraufhin die Verteidigungsmiliz „Hagana“. 
1922 Der Völkerbund bestätigt Groß-Britannien als Schutzmacht für Palästina und fördert die Schaffung eines jüdischen Staates, in dem andere Religionen frei leben können. 
1924 In der vierten Einwanderungswelle „Alija“ (Aufstieg) kommen 80.000 polnische Juden nach Palästina. 
1930 David Ben Gurion gründet die Arbeitspartei „Mapai“. Ihr Ziel ist ein friedliches Zusammenleben von Juden und Muslimen in einem Staat. 
1931 Die Nationale Militärorganisation „Irgun“ wird gegründet. Sie betrachtet die Briten als Besatzer und will die Araber aggressiv bekämpfen. 
1933 In Deutschland kommt Adolf Hitler an die Macht. Rund 60.000 Juden fliehen nach Palästina. Bis 1945 werden rund 6 Millionen Juden getötet. 
1936 Arabische Nationalisten verüben Anschläge gegen Juden und die Britische Verwaltung. Immer mehr jüdische Siedler und stetige Landkäufe der Juden machen ihnen Angst. Die Briten verbieten daraufhin den Zuzug und den Landerwerb von Juden. 
1940 Die Irgun beendet ihre Angriffe gegen Briten, da diese im Krieg gegen Deutschland kämpfen. Radikale Zionisten gründen die „Lechi“, eine Militäreinheit für die Freiheit Israels. Ihr Gegner ist Britannien, da die Engländer den Zuzug von Juden aus Europa verbieten. 
1945 Deutschland kapituliert.  Jüdische Überlebende des Holocaust warten in Lagern auf ihre Ausreise nach Palästina. Die Briten beschränken die Einwanderung auf 1.500 Personen pro Monat. 
1946 Die Irgun sprengt das Hotel „King David“ in Jerusalem. Es ist das Hauptquartier der Britischen Verwaltung. 91 Menschen sterben bei dem Angriff. Ziel war es die Briten aus Israel zu vertreiben.
1947 Das Flüchtlingsboot „Exodus“ wird von der Britischen Marine vor der Küste geentert, um das Anlanden zu verhindern. Die „Exodus“ wurde nach Haifa geschleppt, wo die 4500 Flüchtlinge auf andere Schiffe verteilt wurden, die sie wieder zurück nach Deutschland brachten. Dort wurden die KZ-Überlebenden wieder in Lagern untergebracht. Die UN-Vollversammlung empfiehlt in Palästina einen Jüdischen und einen arabischen Staat zu schaffen. Jerusalem soll als neutrale Stadt der UN unterstellt werden. David Ben Gurion stimmt dem Plan zu, die Arabische Liga lehnt die Teilung Palästinas ab. Die Kämpfe zwischen jüdischen Milizen und Arabern beginnen. 
1948 Irgun, Lechi und Hagana vertreiben und töten Araber in Palästina. Über 200.000 Araber fliehen vor den jüdischen Milizen. David Ben Gurion ruft am 14. Mai in Tel Aviv die Unabhängigkeit Israels aus und sichert allen Bürgern die gleichen Rechte zu. Am 15. Mai wird Israel von Ägypten, Syrien, Jordanien, Irak und dem Libanon angegriffen. Die jüdischen Milizen werden zur Israelischen Armee vereint. 
1950 Israel erklärt Jerusalem zur Hauptstadt. Da Jerusalem von der UN als neutrale Stadt vorgesehen war, erkennen viele Länder die neue Hauptstadt nicht an und bauen ihre Botschaften in Tel Aviv. Jordanien erklärt das West-Jordanland und Ost-Jerusalem zu seinem Staatsgebiet. 
1959 Jassir Arafat gründet die Kampfeinheit „Fatah“ (Eroberung), zur Rückeroberung Palästinas. 
1962 Die USA sichern Israel militärische Unterstützung zu, falls es von seinen Nachbarn angegriffen wird. 
1967 Ägypten, Syrien und der Irak verbünden sich gegen Israel. Syrische Truppen greifen Israel im Norden an und Ägypten blockiert den Hafen Eilat und sammelt seine Truppen auf dem Sinai. Innerhalb von 6 Tagen bombardieren Israelische Kampfjets ägyptische Militärbasen und die israelischen Truppen rücken bis zum Suezkanal vor. Im Norden werden die Golanhöhen erobert und das West-Jordanland inkl. Ost-Jerusalem besetzt. Die arabischen Angreifer müssen einem Waffenstillstand zustimmen. 
1968 Im besetzten West-Jordanland entstehen die ersten jüdischen Siedlungen. 
1973 Am jüdischen Versöhnungsfest „Jom Kippur“ überfallen syrische und ägyptische Truppen Israel. Die Israelis können den Angriff abwehren. Der UN-Sicherheitsrat fordert alle Parteien auf den Krieg zu beenden. 
1978 Die PLO tötet 37 Menschen an der Küstenstraße zwischen Tel Aviv und Haifa. 20 Opfer verbrannten in einem Bus. Der "Küstenstraßen-Anschlag" der Fatah führte schließlich zur „Operation Litani“ und dem ersten Libanon Krieg. Israels Armee marschiert im Libanon ein und besetzt das Gebiet südlich des Litani Flusses. 
1979 Israel und Ägypten schließen Frieden. Israel gibt den Sinai zurück. 
1982 Da die PLO weiterhin von Beirut aus Israel bekämpft, beschießt Israel Beirut. Arafat verlegt seine Zentrale nach Tunis
1987 In Hebron wird die „Hamas“ gegründet. Die Terrororganisation will Israel vernichten, unterscheidet sich von der PLO aber darin, dass ihre Mitglieder streng muslimisch sind. Beginn der „Ersten Intifada“. 
1995 Jitzchak Rabin wird in Tel Aviv von einem rechtsextremen Juden ermordet. Die Veranstaltung auf der Rabin sprach trug den Namen „Ja zum Frieden, Nein zur Gewalt“. Rabin hatte sich mit Arafat versöhnt und die Palästinensergebiete von einer Autonomiebehörde verwalten lassen. Zudem wurden keine weiteren Siedlungen im West-Jordanland erlaubt. Dafür hat Arafat Israel als Staat anerkannt und keine Anschläge mehr verübt. 
1996 Israel erlaubt wieder Siedlungen im West-Jordanland und diese Gebiete werden zum israelischen Staatsgebiet erklärt. Die Hamas verübt Anschläge bei denen 60 Israelis sterben. 
2000 Israel räumt den besetzten Süd-Libanon. Ariel Scharon besucht den Tempelberg. Die Muslime kochen vor Wut und starten die „Zweite Intifada“. Über 1.000 Israelis und 3.000 Palästinenser wurden dabei getötet. 
2002 Um die Intifada zu beenden baut Israel eine 700 km lange Mauer. 
2005 Israel räumt alle jüdischen Siedlungen im Gazastreifen. 
2006 Die „Hisbollah“ greift vom Libanon aus an und überschreitet die israelische Grenze. Israel greift den Libanon an und beendet die Kämpfe. 
2008  Die „Hamas“ schießt vom Gazastreifen Raketen nach Israel. Israel bombardiert den Gazastreifen und marschiert ein. Die Truppen werden nach wenigen Monaten wieder abgezogen. 
2011 „Arabischer Frühling“. Diktatoren in Tunesien, Libyen und Ägypten werden entmachtet auch Syrien wackelt.  
2018 In Israel leben über 8 Millionen Menschen. 

 

 

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