Kalkutta wurde als Hauptstadt der Briten in Indien errichtet und war damals eine sehr fortschrittliche Stadt. Erst nach dem Ende der Britischen Kolonialherrschaft über Indien, strömten viele Millionen Hindus aus dem muslimischen Bangladesch in die Stadt und ließen riesige Slums entstehen. Kalkutta ist nach wie vor eine Herausforderung für alle Sinne.
  
  
1690Kalkutta wird von der East India Company gegründet. Die Stadt entsteht neben dem Fischerdorf Kali-Kutta und erhält dadurch ihren Namen. Die Namen Kalikata, Kolkata oder auch Kalighat beziehen sich auf den Kali Tempel, der Göttin der Fruchtbarkeit und der Zerstörung, des Werden und des Vergehens.  
1756Der Nawab von Murshidaba, Siraj-ud Daullah erobert Kalkutta und sperrt die britische Oberschicht in einen Kerker, 40 Briten kommen dabei ums Leben. 
1757Kalkutta wird von Groß-Britannien zurück erobert. 
1770Durch die gnadenlose Ausbeutung der Briten kam es zu einer Hungersnot in Bengalen bei der über 1 Millionen Bauern starben. 
1772Kalkutta wird Hauptstadt von Britisch-Indien. 
1850Kalkutta hat 390.000 Einwohner.
1854Die erste Eisenbahnlinie Indiens verbindet Kalkutta mit Hooghly. 
1857Die Universität von Kalkutta wird gegründet. 
1911Die Briten beschließen die Hauptstadt von Kalkutta nach Delhi zu verlegen und beginnen mit dem Bau einer neuen Stadt südlich von Old-Delhi. 
1921Das Victoria Memorial wird fertig gestellt. 
1931Die Briten ziehen in ihre neue Hauptstadt New Delhi. 
1941Kalkutta zählt über 2 Mio. Einwohner. 
1942Im Zweiten Weltkrieg wird der Hafen von Kalkutta von den Japanern bombardiert. 
1943Wieder kommt es unter britischer Herrschaft zu einer schweren Hungersnot, bei der wieder über 1 Millionen Menschen sterben. Die Howrah Bridge wird fertig gestellt. 
1947Nach der Unabhängigkeit Indiens wird Kalkutta Hauptstadt des Bundesstaats West-Bengalen. Durch die Teilung Indiens und den damit verbundenen Bürgerkrieg strömen ca. 3 Mio. Flüchtlinge nach Kalkutta. Die bis dahin eigentlich gute Infrastruktur der Stadt konnte diese Bevölkerungsexplosion nicht mehr verkraften. 
1971Das östliche Bengalen spaltet sich von Pakistan ab und wird zu Bangladesch. Bengalen wird somit in einen hinduistischen westlichen Teil und in einen muslimischen östlichen Teil getrennt. Die Hindus aus Bangladesch flohen hauptsächlich nach Kalkutta. Die Stadt wuchs dadurch wieder um 2-3 Mio. Bewohner an. 
1980Durch die Bevölkerungsexplosion in Indien und die damit verbundene Landflucht ziehen unkontrollierte Massen von armer Bauern nach Kalkutta. 
1984In Kalkutta wird die erste U-Bahnlinie Indiens eröffnet. Bis heute existiert nur diese eine Linie aber die Linie 2 sollte eigentlich schon 2018 fertiggestellt werden. 
1991Die Region Kalkutta hat über 11 Mio. Bewohner.
2001Kalkutta wird in Kolkata umbenannt. Die Stadt hat offiziell 4,6 Mio. Einwohner, in der Agglomeration leben über 13 Mio. 
2020 Die Einwohnerzahl von Kolkata steigt auf über 5 Millionen. In der Region leben über 14 Millionen Menschen.

 

 

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Geschichte Kalkutta

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