Tian An Men Platz

Auf dem "Platz des himmlischen Friedens" rief Mao Zedong 1949 die Gründung der Volksrepublik China aus. 1989 demonstrierten hier Studenten für mehr Demokratie. Das Bild auf dem sich ein Demonstrant mutig vor einen Panzer stellte, ging damals um die Welt. Auf dem größten Platz der Welt, steht das Mao Mausoleum und das Denkmal für die Helden des Volkes. "Tian An Men" (Die Schriftzeichen stehen für Himmel Frieden und Tor) bedeutet eigentlich "Tor des himmlischen Friedens". Es ist der Eingang in die "Verbotene Stadt", dem ehemaligen Palastbezirk des chinesischen Kaisers. Auf dem "Tian An Men" Torhaus hängt das berühmte Bild von Mao Zedong. Am Platz des himmlischen Friedens befindet sich das Chinesische Nationalmuseum und die "Große Halle des Volkes", hier findet der Volkskongress statt bei dem der Staatspräsident Chinas gewählt wird. Im Süden wird der Tian An Men Platz von den beiden Toren Zheng Yang Men und Qian Men begrenzt. 

Verbotene Stadt

Der Kaiser Yongle beschloss 1409, die Hauptstadt von Nanjing nach Beijing zu verlegen. Der Palastbezirk wurde 1420 bezogen und blieb bis 1911 der Regierungssitz der chinesischen Kaiser. Der Palastbezirk befindet sich mittig auf einer Nord-Süd Achse, die Beijing in Ost und West teilt. Der Kaiserpalast ist 960 m lang und 750 m breit. Die "Verbotene Stadt" war das Zentrum des Landes und durfte nur von auserwählten Personen betreten werden. Deshalb ist die "Verbotene Stadt" von einem Wassergraben und einer Stadtmauer umschlossen. Es gibt ein Tor im Süden das "Tian An Men" und ein Tor im Norden das "Bei Men" (Nordtor). Die Tore im Osten und Westen sind für Touristen normalerweise geschlossen. Im Zentrum der "Verbotenen Stadt" befindet sich die "Halle der höchsten Harmonie" (Tai He Dian) hier befindet sich der Thron des chinesischen Kaisers. Innerhalb der "Verbotenen Stadt" gibt es viele Bereich die wiederum von einer Mauer umschlossen sind. Die ehemals 3.000 Bewohner des Kaiserpalasts hatten nur zu einem sehr begrenzten Bereich Zutritt. In der "Verbotenen Stadt" lebten nur Frauen und Eunuchen, der einzige zeugungsfähige Mann im Palast war der Kaiser. Viele Symbole des Palasts beziehen sich auf den Kaiser. Die Zahl 9 ist die kaiserliche Zahl und gelb die kaiserliche Farbe. Die Dächer haben gelbe Dachziegel mit 9 Dachreiter (kleine Glücksfiguren gegen Feuer am Dachfirst). Sehenswert ist auch die "Neun-Drachen-Mauer, die Schatzkammer und der Palastgarten. 

Sommerpalast

Der Wanshou Berg und der Kunming-See, machen diese riesige Gartenanlage mit ihren Tempeln und Brücken, zu einem der schönsten Flecken der Erde. Mit dem Bau des Gartens wurde 1750 begonnen. 1860 wurden Teile des Parks von den Kolonialmächten zerstört, weil China kein Opium mehr kaufen wollte.

Himmelstempel

Die Halle des Ernteopfers Qinian Dian wurde 1420 von Kaiser Yongle errichtet. Der chinesische Kaiser war für eine gute Ernte verantwortlich und hielt deshalb im Frühjahr eine Erntezeremonie ab. Bei Missernten wurde der Kaiser verantwortlich gemacht und Bauernaufstände waren die Folge. Daher war der Himmelstempel für den Kaiser der wichtigste Tempel in Peking. 

Beihai Park

Die alles überragende weiße Stupa, im tibetischen Stil wurde 1651 zu Ehren des Dalai-Lamas errichtet. Tipp: Mit der Fähre auf die andere Seite des Sees fahren. Dort findet man die Neun-Drachen-Wand, den schönste Blick auf den Park und tanzende Rentner.   

Trommelturm

Im roten Trommelturm (Gulou), von dem man die Zentrale-Achse hinunter bis zum Kohlehügel sehen kann, stehen noch die großen Signaltrommeln, mit denen früher die Uhrzeit geschlagen wurde. 

Glockenturm

Der Glockenturm (Zhonglou) bildet den nördlichen Abschluss der zentralen Achse von Beijing, auf der auch die Verbotene Stadt und der Kohlehügel liegen. Das 33 m hohe Bauwerk stammt aus dem Jahr 1747 und wurde errichtet, nachdem der Vorgängerbau aus Holz, durch ein Feuer zerstört wurde. Trommel- und Glockenturm stehen hinter einander, in einer von Hutongs geprägten Gegend. 

Lama Tempel

Kaiser Qianlong ließ die Residenz seines Vaters 1744, zu einer lamaistischen Tempelanlage ausbauen. Auf der zentralen Nord-Südachse liegen 6 Hallen, in der "Halle des unendlichen Glücks" steht eine 18 m hohe Buddhastatue steht.   

Hutong

Hutongs sind enge Gassen mit eingeschossigen Hofhäusern "Siheyuan". Die aus grauen Ziegelsteinen erstellten Häuser verfügen über viel Atmosphäre und werden zurzeit luxussaniert. Früher lebten hier arme Leute, heute ziehen immer mehr Reiche in die Hutongs.

Qian Men

Das südliche Stadttor am Tian An Men Platz entstand 1421, in der Ming-Dynastie. Beijing bestand damals aus einer Inneren Stadt (Neicheng) und einer äußeren Stadt (Waicheng). Das Qianmen war ein Tor das beide Städte verband und hatte eher eine repräsentative Funktion.

Tempel der Weißen Wolke

Der Bai Yun Guan ist der bedeutendste daoistische Tempel in China. Er ist der Sitz der Daoistischen Gesellschaft Chinas und wird immer noch als Kloster genutzt. Errichtet wurde er 741 unter dem Namen Tian Chang Guan (Tempel des weiten Himmels). In der Ming Dynastie wurde er umgebaut und erhielt seinen heutigen Namen. Der Daoismus ist eine sehr feinsinnige Philosophie, mit einen Hang zum Aberglauben, was den Tempel bei den Einheimischen sehr beliebt macht. Es gibt unzählige Glücksbringer in der Tempelanlage. Man kann Münzen werfen, einen Esel an der Stelle berühren, wo man Schmerzen hat und Linderung erhofft, sein Tierkreiszeichen anfassen und seinen Schutzheiligen finden.

Daoismus oder Taoismus?

Das Hauptwerk von Laozi heißt Dao De Jing (Der Weg der Tugend) manche schreiben Daoismus immer noch mit T. Das ist leider falsch, denn Tao heißt Pfirsich.

Konfuzius Tempel

Konfuzius war ein chinesischer Philosoph der um 500 v. Chr. lebte und die Harmonie aller Menschen als edles Ziel verfolgte. Erreichen konnte man dieses Ziel am besten mit strebsamer Gelehrigkeit. Der Konfuzius Tempel wurde 1306 errichtet.

Fayuan Si

Im buddhistischen Tempel der Gesetzesquelle hat die Religion den Kommunismus überlebt. Mönche lernen hier wieder die heiligen Schriften des Buddhismus. Die ganze Anlage wurde erst kürzlich saniert und strahlt in satten Farben.

798 Art District

Der 798 Art District ist eine ehemalige Fabrikanlage, die zu einem weitläufigen Kunstbezirk ausgebaut wurde. Galerien, Designerläden und Cafes in alten Industriehallen, geben dem Ort eine raue, kreative Atmosphäre. Kunst wird hier eher verkauft als produziert. Die Fabrikhallen von "Dashanzi" oder "798" haben sich zu einem Touristenziel entwickelt.

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Reiseführer Beijing

Willkommen in Beijing

Beijing ist mit rund 12 Millionen Einwohnern die Hauptstadt Chinas. Die Stadt war schon 500 v. Chr die Hauptstadt der Yan und trug den namen "Yanjing" (Hauptstadt der Yan). Auch die Mongolen machten die Stadt zu ihrer Hauptstadt, nachdem sie China erobert hatten. Sie nannten die Stadt "Dadu" (Große Hauptstadt) und errichteten sie komplett neu, dabei entstand das rechtwinklige Straßenmuster das noch heute die Stadt prägt. Beijing hat in ihrer langen Geschichte viele bedeutende Sehenswürdigkeiten angesammelt. Zu den Hauptsehenswürdigkeiten zählen die Verbotene Stadt, der Sommerpalast, der Himmelstempel, der Lama Tempel, die Ming Gräber und die Chinesische Mauer. 

 

 

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Beijing entdecken

Das Zentrum von Beijing ist Quadratisch, in deren Mitte liegt die Verbotene Stadt auf einer langen Nord-Süd-Achse. Diese Achse Teilt die Stadt in Ost und West. Straßen westlich davon bekommen den Zusatz Xi (West) östliche Straßen enden auf Dong (Osten). Zwischen Fuchengmen und Chaoyangmen verläuft die Teilung in Nord (Bei) und Süd (Nan). 

 

U-Bahn

Das U-Bahnnetz wurde zu den Olympischen Spielen 2008 ausgebaut. Man erreicht jetzt alle interessanten Orte im Zentrum, den Sommerpalast und den Flughafen mit der Metro.

Bus

Busse sind langsam und die Routen sind für Ausländer schwer zu durchschauen. Wenn man kein Taxi bekommt, kann man es riskieren einen Bus in die Richtung zu nehmen in der sich das Ziel befindet. Die Busse fahren meist relativ gerade Strecken.

Taxi

Taxifahrer sprechen normalerweise kein englisch. Man sollte die Adresse des Ziels oder Hotels in chinesischer Schrift parat haben. Der englische Name des Hotels nützt im Taxi meist nichts, da die Hotels auf chinesisch andere Namen tragen. Im Berufsverkehr ist es sehr schwer ein Taxi zu bekommen. Ausländer werden nicht gerne mit genommen, weil die Verständigung problematisch ist. Zudem wird von Ausländern besonders an der "Wangfujing" und touristischen Sehenswürdigkeiten ein "Aufschlag" verlangt. 

 

Betrug

Auf den Einkaufsstraßen werden Touristen oft von "Studenten" angesprochen, die englisch lernen wollen. Das Ziel ist in Wirklichkeit die Touristen in Läden oder zu einer Teezeremonien zu locken. Bei der "Teezeremonie" probiert der Gast verschiedene Teesorten und bekommt danach eine "saftige" Rechnung präsentiert. Bei dem Wort "tea-ceremony" sollten die Alarmglocken läuten.

 

 

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Warum heißt Peking eigentlich Beijing?

Als die europäischen Kolonialmächte nach China kamen, waren ihnen die chinesischen Namen sehr fremd. Sie schrieben die Ortsnamen so auf, wie sie sie verstanden, dadurch wurde aus Bei-Jing "Pe-King". Um einen Standard für die lateinische Schreibweise der chinesischen Sprache festzulegen, wurde die Umschrift "Pinyin" entwickelt. Diese Umschrift wurde 1957 von der VR China eingeführt und 2009 von Taiwan übernommen. Auf chinesisch heißt Beijing "Nördliche Hauptstadt" Bei = Norden und Jing = Hauptstadt. Ausgesprochen klingt das wie "Bäj-Dsching".

 

Was gibt es noch in Beijing?

Essen

Beijing ist auch bekannt für gutes Essen. Berühmt ist die "Peking Ente" (Beijing Kaoya). Typische Gerichte aus Nord-China sind auch Jiaozi, Baozi und Kao Yanrou Chuan (Lammspieße). Auf dem Nachtmarkt an der Wangfujing bekommt man skurrile Delikatessen aus ganz China angeboten.

Gärten

In Beijing gibt es viele schöne Gärten. Der Sommerpalast ist der bekannteste, es gibt aber auch viele andere Gärten die den Besucher verzaubern. Nicht verpassen sollte man den Beihai-Park und die Duftberge in den Westbergen.

Museen

Das wunderbare "National Museum" am Tian An Men Platz zeigt die besten Fundstücke aus der chinesischen Vergangenheit. Das "Capital Museum" stellte die Geschichte von Beijing auf eindrucksvolle art dar. Für Kunstinteressierte lohnt sich ein Besuch im "Kunstbezirk 798".

Architektur

Wer sich für neue Architektur interessiert findet in unserem "Architekturführer Beijing" Bauwerke von Rem Koolhaas, Ole Scheeren, Zaha Hadid, Steven Hall und Herzog & de Meuron.