Lincoln Memorial

Das neoklassizistische Denkmal für Abraham Lincoln entstand 1922. Lincoln war Präsident der USA im Bürgerkrieg zwischen Nord- und Südstaaten. Er war für die Abschaffung der Sklaverei und wurde 1865 in Washington D.C. erschossen. Das Lincoln Memorial von Architekt Henry Bacon bildet den baulichen Endpunkt der Mall im Westen. Im Innenraum sitzt ein aus Marmorblöcken zusammen gesetzter Abraham Lincoln vom Bildhauer Daniel Chester French und blickt Richtung Kapitol. Über seinem Kopf befindet sich die Inschrift: In this temple - as in the hearts of the people - for whom we saved the union - the memory of Abraham Lincoln - is enshrined forever

Vor dem Lincoln Memorial hielt Martin Luther King 1963 seine berühmte Rede "I have a dream".

 

Lincoln Memorial Circle

www.nps.gov/linc/index.htm

 

Vietnam War Memorial

Der Vietnamkrieg dauerte von 1964 bis 1975. Die Flucht der Amerikaner mit dem Helikopter aus Saigon besiegelte eine der schmerzhaftesten Niederlagen der USA. Über 58.000 US Soldaten wurden im Vietnamkrieg getötet, über 150.000 wurden verwundet. Der Krieg verursachte ein Kriegstrauma in der amerikanischen Bevölkerung, weil der Krieg zu Propagandazwecken in den Medien stattfand. Kriegsverbrechen, Mord und Zerstörung wurden für die ganze Welt sichtbar. Es formierte sich eine Antikriegsbewegung, die die amerikanische Bevölkerung spaltete. Der Vietnamkrieg war ein Stelvertreterkrieg zwischen dem Kapitalismus und dem Kommunismus. Das kommunistische Nord-Vietnam wurde von der UDSSR und VR China unterstützt. Im Vietnamkrieg kamen rund 2 Millionen Zivilisten ums Leben. Über 1 Millionen Soldaten der kommunistischen NVA und NLF wurden getötet. Etwa 220.000 Soldaten der südvietnamesischen ARVN ließen ihr Leben.

Das Vietnam Veterans Memorial wurde 1982 nach den Plänen der Architektin Maya Ying Lin errichtet. Sie entwarf die Memorial Wall, eine Wand aus schwarzem, poliertem Granit, in den die Namen der gefallenen Soldaten eingraviert wurden. Die Granitwand wurde in die Erde gebaut, ihre beiden Schenkel zeigen auf das Washington Monument und das Lincoln Memorial. Zum Denkmal gehören auch die Three Servicemen aus Bronze, die 1984 von Frederick Hart entworfen wurden. Für die 8 getöteten amerikanischen Frauen, gestaltete Glenna Goodacre 1993 das Women' s Memorial.

 

Vietnam Veterans Memorial

 

National World War II Memorial

Zum Gedenken an die über 400.000 gefallenen Soldaten im Zweiten Weltkrieg und allen am Krieg beteiligten US-Bürgern, wurde das National World War II Memorial im Jahr 2004 eröffnet. Insgesamt nahmen rund 16 Millionen US Soldaten am Zweiten Weltkrieg teil. Das seltsam altmodisch wirkende Memorial wurde von Leo A. Daly und Friedrich St. Florian entworfen. Das WW II Memorial liegt am östlichen Ende des Lincoln Memorial Reflecting Pool.

 

17th Street NW

 

Washington Monument

Das Washington Monument wurde 1884 eröffnet und war mit seinen 169 m bis zum Bau des Eiffelturms 1889, das höchste Gebäude der Welt. Das Monument für den ersten Präsident der USA erinnert an einen ägyptischen Obelisk. Das Washington Monument wurde 1848 von Robert Mills entworfen. Der Turm steht nicht in der Achse des Weißen Hauses, wie ursprünglich geplant, weil der Baugrund dort nicht tragfähig war. Das Washington Monument wurde aus Spenden finanziert, als die Gelder 1858 verbraucht waren wurden die Bauarbeiten für 25 Jahre eingestellt. Schließlich bewilligte der Kongress 1876 das Geld für die Fertigstellung. Um das Monument war eine Kolonnade geplant die aus Kostengründen gestrichen wurde. Heute wehen 50 US Fahnen in einem Kreis um das Monument.

Man kann das Washington Monument besichtigen und mit einem Aufzug zur Turmspitze fahren. Da das Monument das höchste Bauwerk der US Hauptstadt ist, hat man von hier den schönsten Blick über Washington D.C.. Aktuelle Informationen zu Öffnungszeiten siehe Link. 

 

National Mall/15th Street NW

www.nps.gov/wamo/index.htm

 

White House

Der Wohn- und Amtssitz des amerikanischen Präsidenten wurde 1792, als erstes Gebäude in "Federal City", wie Washington D.C. damals genannt wurde begonnen. Das White House wurde von Architekt James Hoban entworfen und 1800 fertiggestellt. Der erste Präsident der das Weiße Haus bezog war John Adams. 1814 wurde es von den Briten, als Vergeltung für den Überfall der USA auf Kanada, niedergebrannt. Bis 1817 wurde das Haus des Präsidenten wieder aufgebaut. Präsident Theodore Roosevelt gab dem Gebäude 1902 den Namen "White House" und ließ den Westflügel errichten. Sein Cousin Franklin D. Roosevelt ließ 1942 den Ostflügel errichten. Der bekannteste Raum im Weißen Haus ist das "Oval Office" mit dem Schreibtisch des Präsidenten.

 

Pennsylvania Ave.

www.whitehouse.gov

 

United States Capitol

Das United States Capitol ist das weithin sichtbare Wahrzeichen von Washington D.C. 1793 wurde mit dem Bau des amerikanischen Parlaments begonnen. 1814 wurde das Kapitol im Krieg der USA gegen Kanada von den Briten zerstört. 1863 erhielt das US Capitol seine Kuppel mit der Bronzestatue "Freedom" von Thomas Crawford. Eine Gips-Kopie der Statue of Freedom steht in der Emancipation Hall. Die klassizistische Architektur erinnert an Athen, die Wiege der Demokratie. Der Stadtplaner von Washington D.C. PierreCharles L'Enfant, stellte das Kapitol auf einen 30 m hohen Hügel (Capitol Hill) über der Stadt. Das Kapitol bildet den östlichen Endpunkt der Mall. Die beiden Diagonalen Pennsylvania Ave. und Maryland Ave. kreuzen sich genau unter der Kuppel des Kapitols, dadurch ist die Kuppel im Stadtbild sehr präsent. Das Kapitol ist das Herz der amerikanischen Demokratie, hier befinden sich die beiden Kammern der Legislative, das Repräsentantenhaus und der Senat. Im U.S. Capitol Visitor Center gibt es eine Ausstellung über das Kapitol.

Das Kapitol besuchen:

Man kann das Kapitol besichtigen, dafür sollte man sich vorab für eine Führung registrieren. Die Führung dauert etwa 1 Stunde. Informationen zur Registrierung siehe Link.

 

Independence Ave/ 1st Street

www.visitthecapitol.gov

 

Library of Congress

Ursprünglich war die Bibliothek im Kapitol untergebracht. Als die Amerikaner meinten sie könnten Kanada erobern, landeten die Briten 1814 in Washington DC und zündeten die neue Hauptstadt an. Dabei verbrannten alle Bücher im Kapitol. Thomas Jefferson stellte daraufhin seine Bibliothek zur Verfügung. 1897 bekam die Library of Congress ein eigenes Gebäude, das nach Thomas Jefferson benannt wurde. Das prunkvolle Bauwerk der Architekten Smithmeyer und Pelz entstand im Stil der italienischen Renaissance. Sehenswert ist der riesige Lesesaaal unter der Kuppel. Es gibt eine kostenlose Tour durch das Gebäude, bei der die Symbole und die Architektur des Jefferson Buildings erklärt werden (siehe Link).

 

101 Independence Ave SE, Washington, DC

www.loc.gov

 

United States Supreme Court

Der Supreme Court ist das höchste Gericht der Vereinigten Staaten. Das Gebäude wurde 1935 von Cass Gilbert erbaut. Der Architekt wurde mit dem neo-gotischen Woolworth Building in New York berühmt, das für viele Jahre das Höchte Gebäude der Welt war. Für den Supreme Court wählte er den griechischen Stil, weil Griechenland als Ursprungsland der Demokratie gilt und fast alle staatlichen Bauwerke im Federal District in diesem Baustil errichtet wurden. Unter dem Giebel steht: EQUAL JUSTICE UNDER LAW. Die beiden Skulpturen neben der Treppe stammen von James Earle Fraser. Links Contemplation of Justice und rechts Authority of Law. Der Supreme Court ist öffentlich zugänglich, nur wenn das Gericht tagt ist der Zugang eingeschränkt. 

 

1 First St NE, Washington, DC

www.supremecourt.gov

 

Jefferson Memorial

Dem Verfasser der Unabhängigkeitserklärung und drittem Präsidenten der Vereinigten Staaten, wurde 1943 dieses Denkmal gebaut. Das an den Pantheon in Rom erinnernde Gebäude von John Russel Pope, gilt als eines der schönsten Gebäude der USA. Jefferson war Architekt, Philosoph, Musiker, Wissenschaftler und Politiker. Präsident Franklin D. Roosevelt war der Initiator für das Jefferson Memorial. Der strahlend weiße Rundbau steht am Tidal Basin, einer Bucht am Potomac River. Unter der geschlossenen Kuppel steht die 6 m hohe Bronze-Statue von Thomas Jefferson. An den Wänden sind Zitate aus Jeffersons Reden eingemeißelt. Rund um das Tidal Basin stehen Kirschbäume, ein Geschenk Japans aus dem Jahr 1912. Zur Kirschblüte, etwa Mitte März-Mitte April, ist das Jefferson Memorial das schönste Fotomotiv von Washington D.C.. 

 

Tidal Basin/East Basin Drive

 

Ford's Theatre

Das Ford's Theatre wurde durch die Ermordung von Abraham Lincoln am 14. April 1865 weltbekannt. Das Theater ist ein historisch bedeutender Ort und kann auf Führungen besichtigt werden. Der Innenraum ist in dem Zustand, wie er am Tag der Ermordung des Präsidenten war. Man kann die Loge des Präsidenten (President's Box) sehen aber nicht betreten. Mit rund 650.000 Besuchen im Jahr ist das Ford's Theatre eine der Top Sehenswürdigkeiten von Washington DC.

 

511 10th St NW, Washington, DC

www.fords.org

 

Chinatown

Wie viele amerikanische Städte hat auch Washington DC eine Chinatown. Allerdings ist diese deutlich kleiner als in New York oder San Francisco. An der Ecke 7 th Street / H Street steht das chinesisches Tor Friendship Archway. In den angrenzenden Straßen gibt es chinesische Restaurants und Geschäfte. Sehenswert ist der Zebrastreifen an dieser Kreuzung, auf der Straße sind die chinesischen Sternzeichen abgebildet.

 

Chinatown

 

Union Station

Die Union Station ist der Hauptbahnhof von Washington DC. Bei der Eröffnung 1908 war die Union Station das größte Bahnhofsgebäude der Welt. Das klassizistische Bauwerk ist dem Konstantinsbogen in Rom nachempfunden. Die 29 Meter hohe Eingangshalle ist mit Blattgold verziert. Durch die Zunahme des Autoverkehrs und dem Bau von großen Flughäfen war der Bahnhof schon bald überdimensioniert. Heute halten rund 100 Züge täglich an der Union Station. Zum Vergleich der Frankfurter Hauptbahnhof hat über 600 Zugbewegungen täglich (ohne S-Bahnen). Die Union Station wurde deshalb 1988 umgebaut und beherbert seit dem über 100 Geschäfte. Über den Gleisen wurde ein Parkdeck gebaut, in dem sich der auch der Busbahnhof befindet. Zugfahren ist in den USA relativ teuer, viel billiger kommt man mit dem Bus ans Ziel. Da es in den USA noch keine Hochgeschwindigkeitszüge gibt, dauert die Busfahrt kaum länger. 

 

Union Station

www.amtrak.com

 

Georgetown

Georgetown ist der älteste Stadtteil von Washington DC, die kleine Stadt gab es schon bevor die Hauptstadt der USA hierher verlegt wurde. Georgetown wurde 1751 gegründet und hat seinen Charme aus der britischen Kolonialzeit behalten. Es gibt sogar einige Gebäude die noch aus dieser Zeit erhalten sind. Auf der Hauptstraße M Street steht das Old Stone House (Foto) aus dem Jahre 1761, das als Museum genutzt wird. Hier kann man sehen, wie die ersten Siedler in Georgetown lebten. In Georgetown gibt es viele teure Boutiquen und gute Restaurants. Die Kleinstadt Atmospäre macht Georgetown zu einem beliebten Ausflugsziel. 

Wie kommt man hin?

Von der U-Bahnstation Foggy Bottom läuft man ca. 20 Minuten nach Georgetown. Ab Washington Circle kann man mit den Bussen 31 und 33 zur M Street in Georgetown fahren.

 

3051 M St NW, Washington, DC

 

Chesapeake Ohio Canal

Der 1836 erbaute Chesapeake and Ohio Canal verläuft parallel zum Potomac River. Über den C&O Canal wurde Kohle aus den Appalachen zur Chesapeake Bay transportiert. 1924 wurde der Betrieb eingestellt. Früher fuhren hier noch Ausflugsboote entlang aber mittlerweile wächst der Kanal langsam zu und dient nur noch als Erholungsgebiet. Der Chesapeake and Ohio Canal fließt auch durch Georgetown, hier kann man am Ufer auf dem Leinpfad spazieren gehen. Zahlreiche Brücken überqueren den alten Kanal. Oberhalb des Wasserwegs gibt es einige Cafes und Restaurants. 

 

Chesapeake and Ohio Canal

 

US Marine Corps War Memorial

Der National Friedhof der USA befindet sich in der Nachbarstadt Arlington. Die bekannteste Sehenswürdigkeit in Arlington National Cemetery ist das US Marine Corps War Memorial. Der Friedhof befindet sich auf der anderen Seite des Potomac Rivers. Vom Lincoln Memorial kann man über die Arlington Memorial Bridge zum Friedhof laufen (ca. 1,3 Kilometer). Das Marine Corps Memorial befindet sich am nördlichen Ende des Arlington Cemetery. Es wurde 1954 eingeweiht und stellt eine Szene aus dem Zweiten Weltkrieg dar, die der Fotograf Joe Rosenthal 1945 auf der japanischen Insel Iwo Jima festgehalten hatte. Der Bilhauer Felix W. de Weldon baute die Szene aus 108 Einzelteilen nach. Der Fotograf nannte sein Bild Raising the Flag on Iwo Jima, er bekam dafür den Pulitzer Preis.

Wie komme ich hin?

Mit der U-Bahn nach Rosslyn, von dort ca. 650 m zu Fuß bis zum Denkmal. Von der U-Bahnstation Arlington Cemetery ist es etwa doppelt so weit.

 

US Marine Corps War Memorial

 

Eastern Market

Der Eastern Market ist eine alte Backstein Markthalle, in der sich immer noch ein Markt befindet. Der Markt ist jedoch relativ klein und hat nur ein Restaurant. Dafür gibt es in der Gegend rund um den Markt und in der 8 th Street, südlich der U-Bahnstation Eastern Market viele Restaurants, Cafes und nette Geschäfte.

 

Eastern Market

 

U Street

Die U Street ist das bekannteste Zentrum für abendliche Vergnügen. Es gibt Bars, Restaurants, Nightclubs und Theater. Die meisten Restaurants und Geschäfte findet man an der 14 th Street zwischen U Street und S Street. Der bekannteste Imbiss von Washington DC ist die Ben's Chili Bowl (Foto), hier haben schon viele Prominente gegessen, darunter auch Barack Obama. An der U Street steht auch das Lincoln Theatre das 1912 errichtet wurde, es hatte großen Einfluss auf die Entwicklung der U Street zum Vergnügungsviertel.

Wie komme ich hin?

Es gibt eine U-Bahnstation der gelben und grünen Linie direkt an der U Street: U St/African-American Civil War Memorial/Cardozo Station

U St NW, Washington, DC

 

Stadtplan Sehenswürdigkeiten Washington DC

Anzeigen

Reiseführer Washington

Willkommen in Washington D.C.

Washington ist eine der wenigen Städte auf der Welt, die als Hauptstadt entworfen wurden. 1792 wurde der Masterplan von Pierre Charles L'Enfantausgearbeitet. Die amerikanische Hauptstadt ist geprägt von diagonalen Straßen, die sich an Kreiseln "Circles" treffen. Anders als in allen anderen Großstädten des Landes stehen hier keine Wolkenkratzer im Zentrum, das diese 1899 verboten wurden. Fast alle Sehenswürdigkeiten von Washington stehen an der National Mall, hier befinden sich auch die großen Museen, wie das Smithonian Castle und das National Air and Space Museum.

 

Anzeigen

Anzeigen