Spirit of Detroit

Die Skulptur Spirit of Detroit vor dem Municipal Center entstand 1958. Der Bildhauer Marshall Fredricks schuf das Kunstwerk, das mittlerweile zum Markenzeichen von Detroit wurde. Hinter der Skulptur steht: "Now the Lord is that Spirit. And where the Spirit of the Lord is, there is Liberty." Die Statue hält in der einen Hand eine goldene Kugel mit Sonnenstrahlen, die Gott darstellt und in der anderen Hand einen Mann und eine Frau, die die Menschheit symbolisieren. Bei wichtigen Sportveranstaltungen oder nach dem Titelgewinn eines lokalen Sportclubs, trägt der Spirit of Detroit auch mal ein Sporttrikot.

 

Woodward Ave./Jefferson Ave.

 

Renaissance Center

Die Ford Motor Company baute das Renaissance Center direkt an die Riverfront. Der aus sieben Hochhäusern bestehende Gebäudekomplex wurde von Architekt John Portman zwischen 1973 und 1981 errichtet. Das große Bauprojekt sollte die Renaissance von Detroit einleiten. Die Stadt litt damals schon unter der Krise der Autohersteller. Der 220 m hohe zentrale Büroturm wurde zum höchsten Hochhaus von Detroit. Neben Bürotürmen entstanden auch ein Hotel der Marriott Gruppe. 1996 wurde das Renaissance Center von General Motors gekauft und bis 2001 zur neuen Firmenzentrale umgebaut. In der GM World werden die neusten Modelle des Autobauers ausgestellt.

 

Jefferson Ave.

www.gmrencen.com

 

The Guardian Building

Das schönste Art Deco Hochhaus von Detroit wurde 1929 für die Union Guardian Trust Company errichtet. Architekt des 151 m hohen Turms war Wirt C. Rowland. Das 40-stöckige Hochhaus übertrifft alle anderen Gebäude der Stadt mit seiner prächtigen Ausstattung. Besonders beeindruckend ist die reich verzierte Eingangshalle mit farbigen Rauten-Mustern, die öffentlich zugänglich ist. Von außen ist das Guardian Building mit rötlichen Ziegelsteinen verkleidet, die an der Spitze eine sternförmige Krone bilden. Das Gebäude wurde vom National Park Service zur National Historic Landmark erhoben. Das Guardian Building gilt als schönstes Hochhaus von Detroit. Nachdem das "Guardian" fertiggestellt wurde, begann die Weltwirtschaftskrise. Damit war es auch das letzte Art Deco Hochhaus in Detroit.

 

Grisworld St./Congress St.

www.guardianbuilding.com

 

Penobscot Building

Das Penobscot Building ist eines der bekanntesten Bauwerke in Detroit. Es entstand in der Blütezeit Detroits im Jahr 1928. Der 172 m hohe Wolkenkratzer im Art Deco Stil wurde von Wirt C. Rowland entworfen. Das Penobscot Building war das höchste Hochhaus von Detroit bis zum Bau des Renaissance Towers 1977. Der Name Penobscot kommt von einem Fluss in Maine, der wiedrum nach einem Indianerstamm benannt wurde. Der Auftraggeber Simon J. Murphy arbeitete früher an diesem Fluss als Holzfäller, bevor er nach Detroit ging und mit seinem Holzhandel reich wurde. Mit dem Namen Penobscot erinnerte er an seine Wurzeln an der Ostküste. Indianermotive von Bildhauer Corrado Parducci verzieren das Gebäude.

 

645 Griswold St

www.historicdetroit.org/buildings

 

Book Tower

Die drei Book Brothers erkannten schon früh, dass Detroit durch die Automobilindustrie reich werden würde und bauten Hotels und Bürotürme im Zentrum von Detroit. Ihr höchster Turm ist der Book Tower mit einer Höhe von rund 145 m. Bei seiner Fertigstellung im Jahr 1926 war der Book Tower das höchste Hochhaus von Detroit. Er wurde jedoch schon 1928 vom 170 m hohen Penobscot Building übertroffen. Der Book Tower wurde vom deutschen Architekt Louis Kamper entworfen, der in Detroit zahlreiche weitere Gebäude errichtete. Kamper bediente sich hemmungslos in der Architekturgeschichte und baute neogotische und neoklassizistische Gebäude. Der Book Tower ist eine Mischung aus Neorenaissance und Neoklassizismus. Der untere Teil des Wolkenkratzers ist eher schlicht gehalten, erst im oberen Drittel zeigt uns Kamper sein dekoratives Repertoire. Nach der Ölkrise am Ende der 1970er Jahre stand der Book Tower leer und wurde verkauft. Viele Versuche den Turm zu revitalisieren scheiterten bis der Turm schließlich 2019 saniert wurde und wieder seine helle Fassade zeigt.

 

www.historicdetroit.org

www.fadeddetroit.blogspot.de

 

Cadillac Square

Der Cadillac Square ist der zentrale Platz im Zentrum von Detroit. Benannt wurde er nach dem Stadtgründer, dem Franzosen Antoine de la Mothe Cadillac. Der Platz geht direkt in den ovalen Campus Martius über, der seinen Namen dem Marsfeld in Rom zu verdanken hat. Auf dem Campus Martius steht das Michigan Soldiers and Sailors Monument, das 1872 für die Kämpfer im amerikanischen Bürgerkrieg errichtet wurde. Auf dem Campus Martius befindet sich auch der Point of Origin, der Ausgangspunkt für alle Entfernungsmessungen innerhalb von Detroit. Im Winter wird der Platz als Eisbahn genutzt und im Sommer wird Sand aufgeschüttet und eine Strandbar lockt Besucher an. Auf dem zentralen Platz von Detroit ist immer was los. 

 

Cadillac Square  

www.fountainbistro.com

 

Greektown

Das Kneipen- und Amüsierviertel im Zentrum von Detroit heißt Greektown. Ursprünglich war es ein deutsches Wohngebiet, als die Deutschen das Zentrum um 1900 verließen, zogen viele Griechen in das Viertel. Sie eröffneten Läden und Restaurants und machten das Viertel zu einem innerstädtischen Quartier. In den 1960er Jahren zogen dann auch die meisten Griechen weiter und nur die Läden und Restaurants blieben erhalten. Aus Angst das Greektown verschwinden würde, schlossen sich die Gewerbetriebenden zusammen und oraganisierten ein Greek Festival am amerikanischen Unabhängikeitstag dem 4th of July. Es kamen viele Besucher und Greektown konnte sich als Ausgehviertel etablieren. Heute gibt es in Greektown immernoch griechische Restaurants aber auch andere Bars, Casinos und Geschäfte. 

 

558 Monroe St, Detroit

 

Detroit Peoplemover

Die innerstädtische Ringbahn Detroit Peoplemover DPM umrundet das Zentrum von Detroit. Die Bahn verkehrt auf Stelzen und hält in Greektown, am Renaissance Center, Grand Circus Park, Times Square am Cobo Center und weiteren Stationen. Eine Fahrt kostet 0,75 Cent (Stand 2019) und ist damit recht günstig. Allerdings ist das Stadtzentrum von Detroit klein und man kann die Stadt auch zu Fuß erkunden. Für Touristen lohnt sich die Fahrt mit dem Peoplemover, weil man von der Hochbahn andere Ausblicke auf die Stadt bekommt als von der Straße. 

Die einspurige, autonom fahrende Bahn wurde 1987 eröffnet. Die Strecke ist rund 5 Kilometer lang, eine Umrundung dauert ca. 15 Minuten.

 

www.thepeoplemover.com

 

Masonic Temple

Das Bauwerk von Architekt George Mason wurde 1926 eröffnet, es war damals der zweitgrößte Freimaurertempel der Welt. Als in Chicago 1939 der bis dahin größte Tempel abgerissen wurde, war der Detroit Masonic Temple plötzlich der größte seiner Art. Das Gebäude im gotischen Stil erinnert von außen an eine Kathedrale. Die über 1.000 Innenräume verblüffen mit unterschiedlichsten Motiven. Es gibt Räume im ionischen Stil, im korinthischen Stil, im dorischen Stil, im Tudorstil und vielen weiteren. Der Masonic Temple ist aber für seine Theater brühmt, das größte fasst über 4.600 Zuschauer. Wenn man in Detroit ist, lohnt es sich das Programm des Masonic Theatre zu studieren, hier gibt es immer interessante Aufführungen oder Konzerte.

 

500 Temple St

www.themasonic.com

 

General Motors Building

Das vom deutschen Auswanderer Albert Kahn entworfene 67 m hohe General Motors Building, diente von 1922 bis 1996 als Hauptquartier der General Motors Company. Das für damalige Verhältnisse gigantische Bürohaus mit einer Nutzfläche von rund 130.000 m² auf 15 Etagen, besteht aus vier Büroriegeln, die durch einen weiteren Bürotrakt im rechten Winkel dazu, verbunden werden. Zusammen mit dem Fisher Building gegenüber entstand hier das New Center von Detroit. 2001 zog der Autobauer in das Renaissance Center am Detroit River und die alte Firmenzentrale von GM stand leer. Heute wird das General Motors Building von der Stadt Detroit genutzt, die das Haus in Cadillac Place umbenannte, nach dem französischen Gründer der Stadt. Gleichzeitig ist Cadillac die Nobelmarke von General Motors.

 

Grand Blvd./Cass Ave

 

Fisher Building

Das Fisher Building ist ein Meisterwerk der Art déco Architektur in Amerika. Das 1928 eröffnete Gebäude ist mit 130 m das höchste Hochhaus in Detroits New Center. Die Fisher Brüder hat unglaublich viel Geld mit dem Bau von Karosserien gemacht und beauftragten den berühmten Architekten Albert Kahn mit der Bitte, das schönste Gebäude der Welt zu errichten. Geld spielte keine Rolle. Der Architekt entwarf ein Hochhaus mit Theater für über 2.000 Zuschauer und zwei Einkaufspassagen. Er verwendete Marmor, Granit und Fenster aus Bronze. Die beiden Einkaufspassagen haben die Dimension von Kathedralen und wurden vom Ungarn Géza Maróti gestaltet. Das Fisher Building sorgte bei seiner Eröffnung für Aufmerksamkeit in ganz Amerika. 

 

 

3011 W Grand Blvd, Detroit, MI 4820

 

Detroit Eastern Market

Der Eastern Market ist eine Ansammlung von Markthallen, die teilweise nur überdacht sind aber sonst offen stehen. Auf dem Markt werden hauptsächlich Lebensmittel verkauft. Der Markt öffnet samstags von 6 bis 16 Uhr (Stand 2019). Im Sommer gibt es weitere Markttage, an denen das Angebot auch auf andere Produkte, wie design aus Detroit, erweitert wird. Für Öffnungszeiten und Veranstaltungen siehe Link. Die Gegend rund um den Eastern Market ist auch bekannt für großartige Grafitti und Murals. Siehe auch Bildergalerie Detroit (in Vorbereitung).

 

2934 Russell St, Detroit

www.easternmarket.org

 

Ruinen in Detroit

Auch wenn sich Detroit in den letzten Jahren deutlich erholt hat, so findet man noch viele Ruinen in der Stadt. Leere Fabriken prägen noch immer das Bild der Stadt außerhalb des Zentrums. In der Piquette Avenue wurde das Ford Modell T produziert. Hier kann man sich im Museum der Piquette Plant über die Automobilgeschichte informieren. In Sichtweites des Museum befindet sich eine verlassene Produktionsstätte, die Fisher Body Plant 21 (Foto). Ruinen werden in Detroit mittlerweile abgerissen und auf den ehemals bebauten Flächen wächst wieder Gras. 

 

Piquette Ave.

 

Michigan Central Station

Um den Kopfbahnhof im Zentrum von Detroit zu ersetzen wurden Grundstücke in Corktown aufgekauft und ein neuer Bahnhof errichtet. Die Michigan Central Station wurde von den gleichen Architekten geplant, wie die New Yorker Central Station. Die Architekten Warren & Wetmore zusammen mit Reed & Stem bauten 1914 eine Bahnhofshalle mit einem 18 stöckigen Hochhaus. Dadurch galt die Michigan Central Station als höchstes Bahnhofsgebäude der Welt. Der Bahnhof lag jedoch zu weit vom Zentrum entfern. Durch den Bau von Autobahnen und Flughäfen wurden Bahnfahrten immer unattraktiver. 1988 wurde der Bahnverkehr von der Michigan Central Station eingestellt, seitdem verfällt der Bahnhof. Weil er unter Denkmalschutz steht wurde er noch nicht abgerissen. Es gibt immer wieder Versuche das Bauwerk durch neu Nutzungskonzepte zu erhalten.

 

Michigan Central Station

 

Corktown

Nach Greektown ist Corktown das bekanntste Ausgehviertel von Detroit. Der Name stammt von irischen Einwanderern aus der Stadt Cork. Corktown ist nicht so touristisch wie Greektown, hier trifft man auf Hippster und Familien aus Detroit. Gute Restaurants und Bars in renovierten Altbauten, machen den angenehmen Charme des Viertels aus. Innenhöfe mit Biergärten, zeigen das Detroit auch gemütlich sein kann. Corktown ist nicht sehr groß und zwischen den Häusern klaffen immernoch Lücken aber das Viertel ist eine der besten Locations zum Essen gehen oder in einer Bar den Abend zu genießen.

 

1716 Michigan Avenue

 

The Heidelberg Project

Das Heidelberg Project war eine Reaktion vom Künstler Tyree Guyton auf Verwahrlosung und Kriminalität in seiner Straße. Er räumte die Heidelberg Street ab 1986 auf und machte sie zu einem Kunstprojekt. Auf abgebrannten Häusern wurden Überreste von Spielzeugen aufgetürm, noch vorhandene Häuser wurden bunt angestrichen und selbst die Gehwege bekamen Farbe ab. Das Heidelberg Projekt ist eine Mischung aus Trotz und Protest. Es will zeigen, dass man seine Nachbarschaft selbst verändern kann, wenn man will. 

Die Heidelberg Street sieht aus wie eine Mischung aus Villa Kunterbunt und sortiertem Müll auf grünen Wiesen. Ein sehr skurriler Ort, der viel über Detroit aussagt.

 

3600 Heidelberg St

www.heidelberg.org

 

Ambassador Bridge

Der Detroit River ist die Grenze zwischen den USA und Kanada. Die Abbassador Bridge wurde 1929 errichtet und verbindet Detroit mit der kanadischen Stadt Windsor. Die Hängebrücke aus Stahl ist rund 2,3 Kilometer lang. Täglich fahren rund 10.000 Lkw und 4.000 Pkw über die Brücke. Für die Überquerung muss eine Maut von etwa 5 US $ oder 6,25 CA $ bezahlt werden, aktuelle Kosten siehe Link. Auf beiden Seiten befinden sich Grenzstationen, bei denen man Fragen beantworten muss, warum man in das Land einreisen möchte. Man sollte nicht über die Linie fahren, an der das Stopschild steht. Die humorlosen Grenzer können sonst sehr böse gucken und die Befragung dauert länger als nötig. Er hat uns trotzdem reingelassen, netter Kerl.

Eine weitere Möglichkeit nach Kanada zu kommen ist der Detroit-Windsor Tunnel, der 1930 eröffnet wurde. Er verbindet Downtown Detroit mit Downtown Windsor. Die Maut ist etwas günstiger als die der Ambassador Bridge.

Ambassador Bridge

www.ambassadorbridge.com

 

Detroit Skyline

Eine der Top Sehenswürdigkeiten von Detroit befindet sich in Kanada, die Detroit Skyline. Die kanadische Stadt Windsor liegt genau gegenüber von Detroit. Am Detroit River gibt es die Riverfront Promenade, von der man den besten Blick auf Detroit hat. Es gibt kostenpflichtige Parkplätze und ein Cafe. Außer der Skyline von Detroit hat das Städtchen Windsor nicht viel zu bieten, die Hauptstraße Ouellette Ave. ist noch leerer als die Straßen von Detroit. Wer noch etwas unternehmen will, kann die Art Gallery of Windsor besuchen. Am schönsten ist die Skyline von Detroit bei Nacht.

 

Windsor, Kanada

 

Fox Theatre

Ein weiterer Prunkbau aus der Blütezeit von Detroit ist das Fox Theatre. Von außen ist das Gebäude gar nicht so außergewöhnlich aber das Auditorium ist eine Dekorationsorgie ohnegleichen. Die Art Deco Architektur zeigt Motive aus China, Persien und Indien. Mit über 5.000 Sitzplätzen ist das Auditorium das größte Theater in Detroit. Das Fox Theatre wurde 1928 als Kinosaal eröffnet. Der Architekt Charles Howard Crane entwarf ein Theater mit einem zehngeschossigen Bürohaus darüber. Wer in Detroit ist sollte unbedingt das Fox Theatre besuchen, der große Saal ist wirklich sehenswert. Veranstaltungen siehe Link.

 

2211 Woodward Ave

www.313presents.com/venues-events/fox-theatre

 

Karte Sehenswürdigkeiten Detroit

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Sehenswürdigkeiten Detroit

Willkommen in Detroit

Auch wenn Detroit einen verwahrlosten Eindruck macht, die Stadt erholt sich und viele Kreative und Künstler ziehen in die verlassenen Ruinen. Detroit ist trotz allem eine sehr interessante Stadt mit vielen schönen Gebäuden.

Sehenswert ist auch die "Belle Isle" im Detroit River, mit einem der ältesten Aquarien der USA oder die Raven Lounge, dem bekanntesten Blues Club von Detroit.

Belle Isle

Raven Lounge

 

Essen in Detroit

www.thrillist.com/eat/detroit/best-restaurants-detroit

 

 

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Eminem in Detroit

Der Rapper Eminem (Marshall Mathers) wuchs in der Dresden Street 19946 auf. Das ärmliche Haus zierte zwei seiner Alben. Im Jahr 2013 brannte das Haus ab. Hier gibt es nichts mehr zu sehen. Sein Film 8 Mile bezieht sich auf den Namen einer Straße, die 8 Meilen vom Zentrum Detroits entfernt liegt. Nördlich davon wohnen die Weißen und südlich die Schwarzen. Die Straße ist eine kulturelle und soziale Grenze in Detroit. Als "Whie Trash" wohnte Eminem südlich dieser Grenze, also im eigentlich Schwarzen Teil der Stadt. Das Raster der Stadt Detroit reicht bis zur 37 Mile Road Richtung Norden.

 

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