Chichén Itzá

Die Pyramide von Chichén Itzá ist eine der schönsten Maya Bauwerke auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan und damit die bekannteste Sehenswürdigkeit der Region. Die Stadt Chichén Itzá wurde zwischen zwei Wasserlöchern Cenote gebaut und hatte damit Zugang zum Grundwasser. Der Name bedeutet "Brunnen der Itzá". Es wird vermutet, dass die Stadt um 400 von den Mayas gegründet wurde und um 1.000 von den Itzá (ein Stamm der Tolteken mit dem Ursprung in Zentral-Mexiko) erobert wurde. In der Ausgrabungsstätte finden sich Spuren und Bauwerke aus beiden Kulturen. Um 1461 wurde der Ort sehr wahrscheinlich verlassen, die Bewohner zogen Richtung Süden.

Das Archäologische Gebiet ist rund 1,5 Kilometer lang und besteht aus vielen Bauwerken. Das bekannteste ist die Tempelpyramide die auch El Castillo (Foto) genannt wird. Sehr berühmt ist auch das Fussballfeld Gran Juego de Pelota. Das Sportfeld wird von zwei hohen Maueren begrenzt, aus denen oben ein Ring aus Stein ragt. Durch dieses Loch musste der Ball gespielt werden, um ein Tor zu erzielen. Der Mercado ist ein Bereich mit vielen Säulen, der an mehrere Tempel grenzt, von denen auch nur noch Säulenreste aus dem Urwald ragen. Osario ist eine kleine Pyramide mit vier Treppen nach oben in der Nähe des Cenote Xtoloc. Der Cenote Sagrado liegt ganz im Norden der Ruinenstadt.

Chichén Itzá ist seit 1988 UNESCO-Weltkulturerbe. Die Ausgrabungsstätte ist sehr groß und war die bedeutendste Stadt der damaligen Zeit. Die Ruinen werden nachts beleuchtet, wer dieses Spektakel erleben möchte, sollte am Eingang nach der Uhrzeit fragen.

Chichén Itzá liegt in der Nähe von Pisté, rund 110 km östlich von Mérida oder 36 km westlich von Valladolid.

 

Chichen Itza, Pisté

www.inah.gob.mx/zonas/146-zona-arqueologica-de-chichen-itza

 

Izamal

Izamal ist eine Kleinstadt rund 60 Kilometer östlich von Mérida. Izamal ist bekannt für das Kloster Convento de San Antonio. Das Franziskaner-Kloster wurde 1549 auf einer ehemaligen Maya-Plattform errichtet. Izamal war eine bedeutende Maya-Stadt in der Präklassischen Zeit um 500 vC. In der Stadt befinden sich noch mehrere Maya-Pyramiden. Die Pyramide de Itzamatul liegt in einem Blockinnenbereich. Der Eingang liegt südlich der Kreuzung Calle 26/Calle 29. Die etwas größere Kinich Kakmó Pyramide liegt zwischen Calle 27 und Calle 23. Der Eingang befindet sich in der Calle 27. Von der Spitze der Pyramide kann man weit über dach flache Land blicken. Das Bauwerk selbst ist wenig beeindruckend aber es ist auch deutlich älter als die berühmten Pyramiden von Yucatan.

Das Städtchen Izamal besticht durch seine koloniale Architektur mit gelben Arkaden rund um den zentralen Platz. Der Name Izamal bedeutet "Ort der Leguane". Der echsenartige Itzamná war der höchste Gott der Maya und für Regen und Fruchtbarkeit zuständig.

 

Calle 30, Izamal

 

Tulum

Tulum vereint die beiden Markenzeichen von Yucatan, Maya-Tempel und das Karibische Meer. Die Ruinenstadt liegt auf einem Felsen direkt am Palmenstrand Playa Tortuga. Tulum ist ein wunderbarer Ort weil rund um die Zona Arqueologigica eine breite Schutzzone besteht. Die Ausgrabungsstätte ist von Wald umgeben und auch am Strand befinden sich keine Hotels in der Nähe.

Tulum war eine Maya Stadt, die um 1200 entstand und sich zu einer der wichtigsten Handelsstädte auf der Halbinsel Yucatan entwickelte. Als die Spanier den Ort 1518 entdeckten war Tulum noch ein pulsierendes Zentrum. Mit dem Niedergang der Maya-Zivilisation wurde Tulum aufgegeben.

Die Ausgrabungsstätte ist sehr gepflegt, und wirkt fast wie ein Park in dem die Überreste der Maya Bauwerke stehen. Eine klare Wegeführung sorgt dafür, dass die Besucher nicht über die Mauerreste laufen. Zu den sehenswerten Gebäuden gehört El Castillo (Schloss). Das höchste Bauwerk von Tulum besteht aus einer steilen Treppe, die auf eine Plattform führt, auf der ein Turm steht. Das Bauwerk, welches man vom Strand sieht ist der Templo del Dios del Viento(Tempel des Windgottes). Etwas von der Küste entfernt liegen die beiden Maya-Ruinen Templo del Dios Descendente(Tempel des Herabsteigenden Gottes) mit einem Fries auf dem der Bienengott dargestellt ist und der Templo de las Pinturas (Tempel der Bilder) mit schönen Wandmalereien.

Tulum liegt im Bundesstaat Quintana Roo, rund 60 Kilometer südlich von Playa del Carmen.

 

Tulum

 

Campeche

Campeche ist die Hauptstadt des Bundesstaates Campeche. Die Stadt hat über 200.000 Einwohner und ist damit eine der größten Städte auf der Yucatan-Halbinsel. Die UNESCO hat die Stadt San Francisco de Campeche wegen seiner barocken Stadtbefestigung und seiner historischen Altstadt zum Weltkulturerbe erklärt. Die Stadt ist ein gut erhaltenes Beispiel einer befestigten Hafenstadt aus der spanischen Kolonialzeit. Die Spanier gründeten die Stadt 1540 und benannten sie nach der Maya-Siedlung Kaan Peech, die sich hier befand. Die Stadt wurde schnell zur wichtigsten Hafenstadt in Yucatan und deshalb von Piraten angegriffen. 1688 wurde die Stadtbefestigung errichtet, die noch heute die Stadt umschließt. Die Bastionen sind erhalten aber Teil der der Mauer wurden entfernt. Die Altstadt von Campeche besteht aus kleinen bunten Häusern mit sehr hohen Gehwegen. Die Kathedrale von Campeche ist das schönste Bauwerk der stolzen Stadt.

 

Campeche

 

Labná

Die Ruinenstadt Labná hatte zwischen dem 7. und 9. Jahrhundert rund 2.000 Einwohner. Die Gebäude wurden im Puuc-Stil errichtet. In Labná findet man den frühen Puuc-Stil, den Säulchen-Stil und den Mosaik-Stil. Anhand der Baustile kann man die Gebäude datieren.

Labná ist bekannt für seinen Torbogen Arco Triunfal, der als Kraggewölbe gebaut wurde. Das Kraggewölbe ist kein echter Bogen, sondern wird durch auskragende Platten konstruiert, die durch die Schwerkraft gehalten werden. Der Arco Triunfal hat eine Ost- und eine Westseite, mit jeweils unterschiedlichen Verzierungen. Der Torbogen von Labná wurde weltbekannt, als das britisch-amerikanische Forscherteam Stephens und Catherwood die verlorene Stadt 1842 entdeckten und eine Zeichung des El Arco um die Welt ging.

Der Gran Palacio ist eine weitere Sehenswürdigkeiten von Labná. Mehrere reich verzierte Gebäudeteile bilden den ehemaligen Palast der Maya-Stadt. Sehenswert ist auch die Tempel-Pyramide El Mirador mit einem hohen Gesims das mit Figuren verziert ist. Der Rest der Pyramide besteht jedoch nur noch aus einem losen Steinhaufen. Das ehemalige Wohngebäude der Oberschicht Edificio de las Columnitas, befindet sich am östlichen Rand der Ausgrabungsstätte. Die Fassade ist mit zahlreichen kleinen Säulen verziert.

 

Labná

 

Uxmal

Uxmal war zur Maya-Zeit eine bedeutende Stadt mit bis zu 25.000 Einwohnern. Die Stadt wurde um das Jahr 800 errichtet und um 1200 aufgegeben. Uxmal war damals die Hauptstadt der Maya-Dynastie Tutul Xiu, die ihre Hauptstadt nach Mani verlegten. Uxmal liegt 50 m über dem Meeresspiegel und war damals von Senken umgeben, in denen sich Wasser sammelte. Das Grundwasser lag 65 m unter der Erde und war für die Maya nicht erreichbar. Bei längeren Trockenzeiten war das ungünstig. Mani liegt tiefer und hatte dadurch Zugang zum Grundwasser. 

Uxmal ist berühmt für seine Maya-Pyramiden, in der Stadt gibt es 3 hohe Tempel-Pyramiden. Die größte ist die rund 35 m hohe Adivino-Pyramide auch Pyramide del Mago (Pyramide des Zauberers) genannt. Es gibt mehere hofförmige Paläste, den 100 m langen Palacio del Gobernador (Gouverneurspalast), den Ballspielplatz Juego de Pelota und viele Tempel.

Eine der Hauptsehenswürdigkeiten von Uxmal ist das Cuadrángulo de las Monjas (Nonnenviereck). Der rechteckige Platz ist von erstaunlichen Fassaden mit kunstvollen Wanddetails umschlossen.

Die Ausgrabungsstätte Uxmal liegt rund 70 Kilometer südlich von Merida und gehört seit 1996 zum UNESCO-Welterbe.

 

Uxmal

 

Palenque

Palenque befindet sich ganz im Süden von Yucatan, im mexikanischen Bundesstaat Chiapas. Das Siedlungsgebiet der Maya-Zivilisation erstreckte sich von der Karibikküste Yucatans bis zum Pazifik in Chiapas und über die Landesgrenze hinaus nach Guatemala und Belize. 

Palenque war eine Maya-Stadt die um 400 entstand. Im Jahr 611 wurde die Stadt von Calakmul überfallen und zerstört. Palenque wurde bis 700 wieder aufgebaut, daher stammen die meisten Bauwerke aus der Zeit zwischen 650 und 750. Um das Jahr 800 wurde Palenque verlassen, die Gründe hierfür liegen noch im Dunkeln.

Das größte Gebäude von Palenque ist der Palast El Palacio (Foto) mit mehreren Innenhöfen und einem Turm. Südlich des Palasts befinden sich drei Tempel-Pyramiden mit der für Palenque typischen Architektur. Die Tempel der Stufenpyramiden haben jeweils einen filigran gestalteten Dachaufsatz. Sie wirken durch diesen Kamm höher und eleganter. Die sogenannte Kreuzgruppe besteht aus dem Kreuztempel, dem Blätterkreuztempel und dem Sonnentempel. Jeder Tempel wurde für eine andere lokale Gottheit errichtet.

Die Archäologische Zone befindet sich rund 7 Kilometer süd-westlich der heutigen Stadt Palenque.

 

 

Palenque

 

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