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Die Akropolis von Athen

Die Akropolis ist das Herz von Athen. Das Wort Akropolis bedeutet obere Stadt. Hier standen in der Antike die wichtigsten Gebäude der Stadt. Die Akropolis ist das Wahrzeichen Athens, auf dem Berg stehen die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Parthenon Tempel

Der Parthenon wurde 438 v. Chr. als Tempel für die Stadtgöttin Athena errichtet. Anlass war der Sieg im Jahr 480 v. Chr. über die Perser. In diesem Krieg wurde der alte Athena Tempel auch “Vorparthenon” genannt, zusammen mit allen anderen Gebäuden auf der Akropolis von den Persern zerstört. Die Göttin “Pallas Athene” ist nach der griechischen Mythologie die Göttin der Weisheit, des Kampfes, der Strategie und der Künste. Athene gehört zu den 12 olympischen Gottheiten. “Parthenon” heißt auf Deutsch Jungfrauengemach. Im Athena Tempel dienten 2 bis 4 Jungfrauen “Arrephoroi” als Tempeldienerinnen. Perikles vergab den Auftrag für den Tempel an die Architekten Iktinos und Kallikrates, der Bildhauer Phidias schuf die Skulpturen.

Der Parthenon ist ein Tempel dorischer Ordnung mit 8 Säulen an der Stirnseite und 17 Säulen an der Längsseite. Der Tempel hatte zwei Räume (Cella und Parthenon) die jeweils einen eigenen Eingang hatten und durch eine Wand getrennt waren. Die Kulthalle des Tempels “Cella” mit der Statue der Athena, hatte im Innenraum einen weiteren U-förmigen Säulengang. Eine Nachbildung der Athena befindet sich im Archäologischen Nationalmuseum. Der “Parthenon” war der Raum der Priesterin und ihrer jungfräulichen Dienerinnen.

Das Fries Relief des Parthenon Tempels wurde vom Briten Earl of Elgin 1801 abgeschlagen und nach London gebracht. Der Kunstraub der “Elgin Marbles” sorgt immer noch für Spannung zwischen Griechenland und Großbritannien. Wer das gestohlene Relief sehen möchte, muss ins Britische Museum gehen. Der Rest des Reliefs wird im Akropolis Museum ausgestellt. Nach dem Ende der Antike wurde der Parthenon Tempel zu einer Kirche umfunktioniert. Unter den Osmanen wurde der Tempel als Moschee und Munitionsdepot genutzt. Bei einem Angriff explodierte das Pulverdepot und zerstörte den Tempel. Seit der Unabhängigkeit Griechenlands wird der Tempel partiell wieder aufgebaut.

Nike Tempel

Der Tempel der Siegesgöttin Nike wurde von den Persern 480. v. Chr. zerstört und um 410 v. Chr. von den siegreichen Griechen neu errichtet. Mit nur 5,4 x 8,3 m handelt es sich um einen sehr kleinen Tempel. An den Giebelseiten standen je 4 Säulen und im Altarraum befand sich die flügellose Nike-Statue. Die Osmanen zerlegten den Tempel 1687 und befestigten mit dem Material ihr Bollwerk. 1836 wurde der Tempel mit den geborgenen Steinen wieder aufgebaut. Die Siegesgöttin Nike wurde von den Griechen ohne Flügel dargestellt. Heute findet man in vielen Städten Siegessäulen auf denen die Nike mit Flügeln dargestellt wird. Die Siegessäule in Berlin ist hierfür ein gutes Beispiel. Auch ein Sportartikelhersteller aus Portland hat sich nach der griechischen Siegesgöttin benannt.

Erechtheion

Das Erechtheion wurde um 406 v. Chr. im ionischen Stil errichtet. Es diente als Tempel für mehrere Götter und Heroen. Im Erechtheion befand sich auch die Felsspalte in der die heilige Schlange der Stadtgöttin Athene lebte. Hier stand auch die hölzerne Figur der Athene. Das Besondere des Erechtheions ist die Vorhalle die von sechs Frauenskulpturen getragen wird, den Karyatiden. Der Tempel wurde nach Erechtheus benannt, dem mythologischen König von Attika, der hier seinen Palast gehabt haben soll. Erechtheus war der Sohn von Hephaistos, dem Gott des Feuers und Gaia der Erdgöttin. Erechtheus hatte einen menschlichen Oberkörper und einen schlangenartigen Unterkörper. Da er keine Beine hatte soll er das Rad erfunden haben.

Ab dem 7. Jahrhundert wurde das Erechtheion als Kirche genutzt und die Osmanen machten 1456 ein Harem aus dem Tempel. 1801 raubte der Earl of Elgin eine der Karyatiden und brachte sie nach London, seit dem befindet sich die Skulptur im British Museum. Die in Athen verbliebenen Karyatiden befinden sich heute im Akropolis Museum.

Herodes Theater

Das Theater wurde 161 n. Chr. von Herodes Atticus, einem griechisch-römischen Politiker zum Gedenken an seine gerade verstorbene Frau gestiftet. Seine Frau Anna Regilla war eine hohe Priesterin, die im Jahr zuvor ermordet wurde. Böse Zungen behaupteten, dass er sie ermorden ließ.

Arios Pagos

Der Areopag, auf Deutsch “Hügel des Ares” war in der Antike der Sitz des obersten Rats der auch “Areopag” genannt wurde. Der oberste Rat war das Gericht Athens und bis heute heißt das Oberste Gericht Griechenlands “Aeropag”. Auf dem grünen Hügel standen früher viele Gebäude und Tempel, deren Überreste zum Teil noch erhalten sind. Apostel Paulus hielt hier im Jahr 50 seine Rede an die Bürger Athens. Am Aeropag kommt man als Tourist vorbei, wenn man zur Akropolis läuft.

Aussicht

Die Akropolis ist ein Berg im Zentrum von Athen. Daher hat man von hier oben einen wunderbaren Rundumblick auf die Stadt. Richtung Osten sieht man den pyramidenförmigen Berg Lykavittos, Richtung Norden sieht man die Agora und Richtung Süden den Zeus Tempel und das Stadion. Bei gutem Wetter kann man in Richtung Westen den Saronischen Golf und die Berge der Peloponnes erkennen.

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