Basilius Kathedrale

Die bekannteste Sehenswürdigkeit von Moskau ist die Basilius Kathedrale auf dem Roten Platz. Das Gotteshaus wurde 1561 von "Iwan dem Schrecklichen" als Mariä-Schutz-und-Fürbitte Kathedrale errichtet, die aus neun Kirchen bestand. Als die Kapelle des heiligen Basilius 1588 hinzu kam, wurde der ganze Komplex Basilius Kathedrale genannt.  

Roter Platz

Am Roten Platz befinden sich die schönsten Sehenswürdigkeiten von Moskau, hier steht die Basilius Kathedrale, der Kreml, das Historische Museum und das Kaufhaus Gum. Auf russisch heißt der Platz Krasnaja Ploschtschad, wobei krasny sowohl rot als auch schön bedeutet.

Kaufhaus GUM

Das GUM wurde 1893 eröffnet und war damas das größte Kaufhaus Europas. Die Architekten Alexander Pomeranzew und Wladimir Schuchow bauten eine Einkaufspassage mit neun sich kreuzenden Ladengalerien, die auf den oberen Etagen mit Brücken verbunden sind. Ab 1995 wurde das GUM zum Einkaufszentrum umgebaut.

Kreml

Der Burgberg über der Moskwa wurde seit dem 11 Jh. besiedelt und nach einem Feuer ab 1367 mit einer steinernen Mauer umschlossen. Die heutigen Mauern entstanden um 1499. Heute ist der Kreml Amtssitz des Präsidenten, kann aber teilweise besichtigt werden. Sehenswert ist der Facettenpalast, die Rüstkammer und der Platz der Kathedralen.

Erzengel Michael Kathedrale

Die Erzengelkathedrale wurde ab 1505 vom Venezianer Alewis Nowy errichtet. Italienische Stilelemente sind vor allem die Muschelreliefs unter dem Giebel. Seit 1340 wurden hier die Zaren beigesetzt. Iwan III war der Auftraggeber der neuen Kathedrale. Der Innenraum der Erzengel Michael Kathedrale mit wunderschönen Ikonen ausgestattet. Die Kathedrale diente bis 1712 als Begräbnisstätte der russischen Zaren.  

Mariä Entschlafens Kathedrale

In der Mariä Entschlafens Kathedrale (Uspenski sobor) wurden im seit dem 15. Jahrhundert die Zaren gekrönt. Iwan der Große ließ das Gotteshaus um 1470 vom italienischen Architekten Aristoteles Fioravanti errichten. In dieser Kathedrale wurden auch die Metropoliten der orthodoxen Kirche beigesetzt. Sehenswert sind die Fresken in der Hauptkuppel. 

Glockenturm "Iwan der Große"

Der 81 m hohe Glockenturm war um 1600 das höchste Bauwerk Moskaus. Der oktogonale Turm gehörte damals zur Kirche des heiligen Iwan Climacus, daher kam der Name "Iwan der Große". Die Kirche hat die Zeit nicht überdauert aber der 1505 von Marco Bon Friazin errichtete Glockenturm blieb stehen. 1600 erhielt "Iwan der Große" von Zar Boris Godunow sein drittes Stockwerk und überragte alle anderen Gebäude der Stadt. 

Zarenglocke

Die 200 Tonnen schwere Zarenglocke (Zar-Kolokol) ist die schwerste Glocke der Welt. Sie fiel 1701 bei einem Feuer vom Glockenturm und zersprang. Die Bruchstücke wurden eingeschmolzen und 1737 zu einer neuen Glocke gegossen. Die Glocke befand sich noch zum abkühlen in der Gussform, als wieder ein Feuer ausbrach. Durch das kühle Löschwasser brach ein Stück der Glocke ab. So steht die Glocke nun vor dem Glockenturm. 

Zaren Kanone

Die Zaren Kanone (Zar-Puschka) steht am Ivanovskaya Platz nördlich vom Glockenturm "Iwan der Große". Die 40 Tonnen schwere Kanone wurde 1586 von Andrei Schtschochow gegossen. Ob sie wirklich funktionieren würde ist ungewiss, da nie ein Schuss aus der 5 Meter langen Kanone abgefeuert wurde. 

Arbat Straße

Die Uliza Arbat befindet sich westlich des Kreml und beginnt an der Metro-Station Arbatskaya. Die Fußgängerzone mit vielen Geschäften, Theatern und Restaurants führt zum stalinistischen Hochhaus des Außenministeriums. "Big Fun" gibt es in der Arbat 16.

Bolschoi Theater

Das Bolschoi Theater ist für das beste Ballett der Welt bekannt. Das Theater entstand 1780, brannte aber mehrfach nieder. Das heutige Gebäude stammt aus dem Jahr 1856. Der Saal bietet Platz für 2.500 Zuschauer auf sechs Rängen.

Erlöser Kathedrale

Die Erlöser Kathedrale wurde 1883 zum Dank an Napoleons Rückzug errichtet. 1931 wurde die Kathedrale auf Stalins Befehl zerstört, um einen 315 m hohen Kongresspalast zu errichten, der nie realisiert wurde. 1997 wurde die Erlöser Kathedrale aus Spendengeldern neu errichtet.

Weisses Haus

Das "Weisse Haus" (Bely dom) war der Sitz des Parlaments der Russischen Föderation. Als konservative Kommunisten 1991 mit Panzer vor das Gebäude fuhren und Michail Gorbatschow zeitgleich an seinem Urlaubsort festsetzten, konnte Boris Jelzin den Staatsstreich mit seinem entschlossenen Eingreifen am "Bely dom" verhindern.

Hotel Ukraina

Als eines der sieben stalinistischen Hochhäuser wurde das Hotel Ukraina zwischen 1950-1956 errichtet. Das 170 m hohe Bauwerk des Architekten Mordwinow zieren Obelisken, Weizengarben (Symbol der Ukraine) und fünfzackige Sowjetsterne. Wer möchte kann in dem 29-stöckigen Hotel übernachten, es gehört heute zur Radisson Hotel Gruppe. 

Lomonosov Universität

Die Lomonossow Universität liegt auf einem 75 m hohen Hügel über der Moskwa. 1953 wurde hier der höchste der sieben stalinistischen Türme errichtet. Mit 240 m ist die Moskauer Staats Universität (MGU) weithin sichtbar. Die prächtigen Innenräume sind mit Marmor und Naturstein verkleidet. Die Universität liegt in einem weitläufigen Park, in dem sich auch der Botanische Garten befindet. 

Novodevichiy Kloster

Das "Neue Jungfrauenkloster" wurde 1524 von Wassili III nach der Befreiung von Smolensk gegründet. Die meisten Gebäude wurden im 17. Jahrhundert von Sophia, der Halbschwester Peters des Großen errichtet. Hauptsehenswürdigkeit ist die "Kathedrale der Gottesmutter von Smolensk". Das Nowodewitschi ist das schönstes Wehrkloster Moskaus.

Novodevichiy Friedhof

Neben dem Kloster befindet sich der Nowodewitschi-Friedhof auf dem viele berühmte Persönlichkeiten Russlands begraben wurden. Am Eingang befindet sich eine Gräberliste auf russisch. Hier liegen Nikolai Rubinstein (Pianist), Sergei Prokofjew (Komponist), Nikita Chruschtschow (sowjetischer Diktator) und andere große Künstler und Helden des Landes.

Allunionsausstellung WDNCh

Das "Gesamtrussische Ausstellungszentrum" entstand zwischen 1937 bis zum Ende der Sowjetunion. Die meisten Gebäude stammen jedoch aus den fünfziger Jahren. Eröffnet wurde das Gelände mit einer unionsweiten Landwirtschaftsausstellung 1939. Die Pavillons sind ein Paradebeispiel sowjetischer Propagandabauten. Ab 1958 wurde auf der "Volkswirtschaftsausstellung der UdSSR" die Leistungsfähigkeit der russischen Wirtschaft demonstriert. Heute befinden sich in den sehenswerten Pavillons schnöde Marktstände.

Metro Stationen in Moskau

Das Moskauer Metrosystem wurde 1938 mit der ersten Linie eröffnet. Die Gestaltung der Stationen sollte sich auf den Ort darüber beziehen und zugleich durch einheitliche Elemente mit den anderen Stationen der Linie verbunden sein. Die Moskauer U-Bahn zählt zu den schönsten der Welt.     

Federation Tower

Der Federation Tower ist mit 374 m das höchste Hochhaus Europas. Im Business District rund um die Metrostation Vystavochnaya befinden sich noch weitere Wolkenkratzer. Hier ist ein Hochhauscluster entstanden der die stalinistischen Türme aus den fünfziger Jahren in den Schatten stellt.

Karte Sehenswürdigkeiten Moskau

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Reiseführer Moskau

Willkommen in Moskau

Moskau ist die Hauptstadt von Russland und mit rund 12 Millionen Einwohnern auch die größte Stadt des Landes. Die meisten Sehenswürdigkeiten befinden sich rund um den "Roten Platz", das Herz von Moskau. Moskau liegt an der Moskwa, die etwa 150 km westlich der Stadt entspringt und rund 170 km südöstlich in die Oka mündet. Die Moskwa schlängelt sich durch das Stadtgebiet und sorgt für spannende Perspektiven.

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Moskau gehört die Basilius Kathedrale, der Kreml und der Ring aus stalinistischen Hochhäusern. Sehenswert sind auch die aufwendig gestalteten Metrostationen.

 

 

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